Die landschaftliche Schönheit des östlichen Landkreiszipfels mit der Rhein-Doppelschleife in der Nähe des Rheinfalls, vor allem aber das zehn kilometerlange Rheinufer bei Jestetten und Lottstetten mit seinen hervorragenden Bademöglichkeiten, hat die Region mittlerweile vom Geheimtipp zu einem echten Anziehungspunkt gemacht. Und waren es in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigende Zahlen, sind sie in diesem Sommer, vermutlich coronabedingt, geradezu explodiert.

Bei schönem Wetter ist der Rhein mit Wasserfahrzeugen aller Art und Dutzenden von Schwimmern übersät.
Bei schönem Wetter ist der Rhein mit Wasserfahrzeugen aller Art und Dutzenden von Schwimmern übersät. | Bild: Ralf Göhrig

Konzentrierten sich in der Vergangenheit die Gäste auf die Uferwiese an der Gieße in Lottsetten, so sind in diesem Jahr größere Ansammlungen entlang des gesamten Rheinufer-Bereichs zu finden. Bemerkenswert: die Abstände werden von den Badegästen coronakonform eingehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Während es bislang an den Altenburger Badeplätzen, mit Ausnahme vielleicht des „4. Bades“ allenfalls einzelne Badende gegeben hat, wurde die Rhein-Doppelschleife nun ebenfalls entdeckt. Mit dazu beigetragen hat vermutlich die erhöhte Freizeitnutzung des Rheins durch Ruderboote, Schlauchboote und vor allem Stehpaddler. Der, durch das Kraftwerk gestaute Rhein zeichnet sich durch ruhiges Wasser aus, was besonders für Anfänger ideale Voraussetzungen sind.

Stehpaddler nutzen den Rheinabschnitt im Bereich des Klosters Rheinau. Bild: Ralf Göhrig
Stehpaddler nutzen den Rheinabschnitt im Bereich des Klosters Rheinau. Bild: Ralf Göhrig | Bild: Ralf Göhrig

Auch Wanderer haben in den Wäldern des Jestetter Zipfels deutlich zugenommen. Ein Schwerpunkt ist der als Erholungswald ausgewiesene Altenburger „Schwaben“. Einerseits sind dort keltische Spuren zu erkunden, auf der anderen Seite gibt es eine vielfältige Flora und Fauna, insbesondere im Schonwald Schwaben, im Distrikt Oberholz. Dazu kommen die grenzüberschreitenden Wanderwege, der nahe Rheinfall und das Kloster Rheinau.

Das könnte Sie auch interessieren

Problematisch an der insgesamt erfreulichen Entwicklung ist der Umstand, dass einige Zeitgenossen glauben, dass das Fahren im Wald erlaubt wäre. Dies ist natürlich nicht der Fall. Das Fahrverbot gilt auch für Sportfischer, was manche von ihnen allerdings bisweilen ignorieren. Während es bei der Jestetter Kläranlage Parkmöglichkeiten für rund 30 Fahrzeuge gibt, ist das Ortsbauamt dabei, die Situation beim Waldfestplatz zu optimieren. Denn auch das Parken entlang der Feld- und Waldwege ist nicht gestattet.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €