Erfolge hat das Jestetter Amateurtheater Lüüchte in der vorigen Saison mit dem Stück „Schick mir keine Blumen“ nach der gleichnamigen US-amerikanischen Filmkomödie des Regisseurs Norman Jewison von 1964 gefeiert. Fast 1400 Zuschauer in Jestetten, Lottstetten, Erzingen, Tiengen, Neuhausen und Hallau haben die Aufführungen verfolgt und waren begeistert. Zu einer kurzfristigen Änderung kam es in Tiengen. Die Bühne des Ali-Theaters war nicht bespielbar. Ein Ausweichort wurde mit dem katholischen Pfarrsaal gefunden. „Das war ein ganz schöner Kraftakt innerhalb von drei Tagen, aber dank dem großen Einsatz aller Helfer lief die Organisation hervorragend“, freute sich rückblickend Vorsitzender Ralf Frulio.

Die Atmosphäre des Trottentheaters in Neuhausen macht diesen Spielort immer wieder zu etwas Besonderem und vor ausverkauftem Haus zu agieren, erst recht. „Wir haben uns in der Region und darüber hinaus durch unsere anspruchsvolle Herangehensweise zwischen professionellem Theaterspiel und Laienschauspiel ein breites Stammpublikum erarbeitet. Mit Weiterbildungen und Seminaren bemühen wir uns ständig, unsere schauspielerischen Fähigkeiten weiter auszubauen sowie die technischen und künstlerischen Gewerke rund um einen Theaterbetrieb zu optimieren“, so Ralf Frulio.

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Um auch in dieser unsicheren, sozial verarmten Zeit dem treuen Jestetter und Lottstetter Publikum kulturell etwas zu bieten, wird die „Lüüchte“ am 23. und 24. Oktober in der Realschule Jestetten zwei Leseabende gestalten, da die geplanten Theateraufführungen, zum zweiten Mal unter der Regie von Corina Rues-Benz, in diesem Jahr nicht stattfinden können.

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Ein zusätzliches Problem kommt auf die aktiven Mitglieder ab März/April 2021 zu. Das bisherige Domizil für Proben, der Bahnhof Jestetten, wird umgebaut. Bisher hat auch die Gemeinde, bei der Hauptversammlung vertreten durch Bürgermeisterin Ira Sattler, keine Idee, wohin die Lüüchte für zwei bis drei Jahre ausweichen könnte. Die zukünftigen Vorhaben, die Aufführung des für dieses Jahr geplanten Theaterstücks im nächsten Jahr sowie die Beteiligung am Fest zum 1150-jährigen Bestehen Jestettens mit einem mittelalterlichen Stand und Klamauk, hängen davon ab, wie erfolgreich die Suche ausgeht.