Aufgrund der strengen Corona-Schutzvorkehrungen hat kürzlich nur eine kleine Trauergemeinde mit Familienmitgliedern, Freunden und Vereinskameraden auf dem Lottstetter Friedhof Abschied von Otto Heckel nehmen können. In einer einfühlsamen Trauerrede erinnerte der katholische Pfarrer Richard Dressel an das Leben des Verstorbenen, das am 26. März 1942 in Bad Aibling in Oberbayern begann.

Engagiert im Dorfleben

Heckel wuchs mit sechs Geschwister auf und zog als neunjähriger Bub mit der Familie nach Hottingen auf den Hotzenwald und 1961 mit den Eltern sowie den Brüdern Manfred, Willi und Paul in den Jestetter Zipfel. Heckel wurde Fliesenleger und machte sich nach einigen Jahren selbstständig. Durch seine gesellige, lebenslustige und aufrichtige Art fand er schnell Anschluss im Lottstetter Dorfleben. Aus dem Oberbayer wurde ein Lottstetter Urgestein. Beim Sportverein spielte er bis zu den Alten Herren Fußball und wurde auch für seine besonderen Verdienste außerhalb des grünen Rasens zum Ehrenmitglied ernannt.

Neben Vereinen ist Familie wichtig

Mehr als 50 Jahre war er beim Kegelclub Hämmerno und ging mit seinen Kegelbrüder alljährlich auf eine Städtereise. Lange Jahre war er auch Mitglied beim Skiclub. In den 1990-er Jahren fuhr Heckel leidenschaftlich gerne Rennrad und genoss die Trainingslager am Gardasee, in Cesenatico oder an der Obermosel. Einige Jahre später wechselte er auf sein blaues Trike-Motorrad, das zu seinem Markenzeichen wurde. Ein Leben lang pflegte Otto Heckel die Beziehung zu seiner Großfamilie, insbesondere zu seinen Geschwistern. Mit der bereits verstorbenen Jugendbeziehung Annemarie Benz verband ihn der gemeinsame Sohn Wolfgang, der heute in den USA lebt. Im Jahr 1966 heiratete Heckel Darka Gustetic. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, Monika lebt in der Schweiz und Sabine in Kanada. Im Jahr 1982 wurde die Ehe nach 16 Jahren geschieden. Heckel hatte einige Jahre später eine über 20-jährige Beziehung mit Renate Rüdt. Bereits im Alter von 60 Jahren wurde das Leben von Otto Heckel durch verschiedene Krankheiten stark eingeschränkt.

Schicksalschlag

Ein schwerer Schicksalsschlag war vor zweieinhalb Jahren der Tod von seinem Bruder Manfred, der ihm in seiner schweren Zeit zusammen mit seinen Schwestern Elfriede und Anita stets eine wertvolle Stütze war. Aufgrund seiner fortschreitenden Krankheit zog Heckel im Frühling 2019 ins Kreisalten- und Pflegeheim „Seniorenwohnen“ nach Jestetten, wo er am 29. Dezember im Beisein seiner Tochter Monika im Alter von 78 Jahren starb.