Rund drei Jahre nach Baubeginn wurden die Bauarbeiten an der Dietenbergstraße abgeschlossen und die Straße mit dem Segen des altkatholischen Pfarrers Florian Bosch sowie einem Fest für die Bevölkerung wieder eröffnet. Mit Kosten von mehr als fünf Millionen Euro war die Sanierung die teuerste Infrastrukturmaßnahme, die Lottstetten jemals realisiert hat.

Die Baumaßnahme, die in zwei Bauabschnitten erfolgt war, sah vor, sämtliche Versorgungsleitungen, Abwasser, Wasser und die Breitbandleerverrohrung neu herzustellen. „Gerade im Bereich der Abwasserleitung wurden das bisher vorhandene Misch- in ein Trennsystem umgebaut“, sagte Bürgermeister Morasch.

Pfarrer Florian Bosch, Ingenieur Ralf Mülhaupt, Erich Häring und Bauamtsleiter Michele Azzato (von links) bei der Eröffnung der ...
Pfarrer Florian Bosch, Ingenieur Ralf Mülhaupt, Erich Häring und Bauamtsleiter Michele Azzato (von links) bei der Eröffnung der sanierten Dietenbergstraßee. | Bild: Ralf Göhrig

Dadurch wurde das Abwassersystem von Fremdwasser, wie Oberflächen- und Quellwasser entlastet. Darüber hinaus wurde der Gehweg verbreitert, die Straßenbeleuchtung erneuert und der bislang fragwürdige Zustand bei der Bahnunterführung entschärft.

Wichtigste Gemeindestraße

Die Dietenbergstraße ist mit einer Länge von mehr als einem Kilometer die längste und wichtigste Gemeindestraße und erschließt nahezu den gesamten Ortsteil westlich der Bahnlinie. Insofern stellte die Sanierung und die damit verbundene Sperrung der Straße für die Anwohner eine große Herausforderung dar. Zwar waren immer nur die Abschnitte gesperrt, die gerade bearbeitet wurden, doch ein durchgängiges Befahren ist erst wieder seit wenigen Tagen möglich.

Ralf Handloser, Klaus Weigand und Walter Rogg (von links) von den Alten Herren freuen sich auf das Fest.
Ralf Handloser, Klaus Weigand und Walter Rogg (von links) von den Alten Herren freuen sich auf das Fest. | Bild: Ralf Göhrig

Bürgermeister Morasch dankte allen Anwohnern für die große Geduld. Weiter dankte der Bürgermeister allen Beteiligten, angefangen bei den eigenen Verwaltungsmitarbeitern über Planer, ausführende Firmen bis hin zu übergeordneten Behörden. Ein besonderer Dank ging an das Regierungspräsidium, das einen Zuschuss von 1,8 Millionen Euro gewährte.

Große Diskussionen gab es in der Bauphase um den alten Kastanienbaum an der Kreuzung Dietenbergstraße/Brückenstraße. Dieser imposante, landschaftsprägende und für die Lottstetter ganz besonders bedeutende Baum musste altershalber weichen.

Allerdings wurde der Baum durch eine junge Kastanie ersetzt, die jetzt am gleichen Ort der Lottstetter Bevölkerung Schatten spenden soll. Die AH-Abteilung des Sportvereins hatte jüngst eine Sitzbank mit Liege rund um den Baum errichtet um diesen zentralen Treffpunkt noch attraktiver zu machen.

Der Musikverein sorgt für die musikalische Unterhaltung.
Der Musikverein sorgt für die musikalische Unterhaltung. | Bild: Ralf Göhrig

Der Musikverein Lottstetten war für die musikalische Unterhaltung zuständig, der Sportverein für die Verpflegung der Gäste und das Wetter zeigte sich, wider Erwarten, von seiner freundlicheren Seite – immerhin blieb es trocken und ab und an war sogar die Sonne zu erahnen.

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