Ralf Göhrig

Dunkle Fassadensteine und dunkler Putz werden den Neubau der drei Edeka-Gebäude im neuen Gewerbegebiet „Hinter der Kapelle“ prägen. Mit großer Mehrheit entschied sich der Gemeinderat nach längerer Diskussion für diese zeitgemäße Variante. Frank Meng von Edeka Südwest hatte die unterschiedlichen Varianten zuvor präsentiert.

Bild auf den Edekamarkt mit Café (links) und das Parkhaus (rechts).
Bild auf den Edekamarkt mit Café (links) und das Parkhaus (rechts). | Bild: Ralf Göhrig

Hauke Schneider (Freie Wähler) hätte es gerne etwas heller gehabt und Thomas Güntert (Grüne) warb für hellere Steine und helle Fugen. Dies jedoch war für Mathias Duffner (CDU) viel zu sehr der Geschmack der 80er Jahre. Von Anfang an war klar, dass der Gemeinderat sich eine dunkle Fassade wünscht. „Einen weißen Putz wird es nicht geben“, erklärte Bürgermeister Andreas Morasch im Vorfeld, „denn wir wissen um die vielen Probleme, die es damit nach einiger Zeit gibt.“ Frank Meng erklärte, dass es bereits seit längerer Zeit keine weißen Fassaden bei Edeka-Märkten mehr gibt. „Heute ist Transparenz sehr wichtig, daher planen wir aktuell große Glasfassaden an den Hauptfronten“, sagte der Regional-Expansionsleiter.

Mathias Duffner kritisierte im weiteren Sitzungsverlauf die geplante Ausfertigung der Fassade. „Edeka spricht immer wieder von Nachhaltigkeit. Nachhaltig wäre eine massive Steinfassade. Was allerdings hier errichtet wird ist nicht recycelbar, sondern langfristig Sondermüll“, befand Duffner. Tatsächlich werden sich keine Klinkersteine als Verblendung des Mauerwerks finden, sondern lediglich zusammengeklebte Elemente.

Diese Fassaden (im Hintergrund) standen zur Auswahl, flankiert von Mathias Stark und Thomas Güntert (beide Grüne).
Diese Fassaden (im Hintergrund) standen zur Auswahl, flankiert von Mathias Stark und Thomas Güntert (beide Grüne). | Bild: Ralf Göhrig

Meng erläuterte den hohen energetischen Standard der Gebäude, der über die gesetzlichen Vorgaben sogar hinausgehe und sprach von den durch die Weltlage sehr schwierig gewordenen Rahmenbedingungen.

Nur wenig Diskussionen gab es bei der Entscheidung für die Putzfassade im rückwärtigen Raum. Hier entschied sich der Gemeinderat für ein dunkles Graubraun. Von großem Interesse für die Gemeinderäte und die vielen Zuhörer auf den komplett besetzten Zuhörerstühlen war die Präsentation der Gesamtanlage. Meng hatte große Pläne mitgebracht, die gut vermitteln konnten, wie sich das ganze Vorhaben in die Landschaft einpasst. Sicher ist jedenfalls, dass der rund zehn Meter hohe Gebäudekomplex neben der Bundesstraße sehr markant sein wird. Meng sprach die Hoffnung aus, dass nun bald der Bauantrag gestellt werden könne, so dass im Laufe des Jahres mit der Baumaßnahme begonnen werden kann.