„Hurra, wir haben Nachwuchs“, mit diesen Worten begrüßte die Vorsitzende Sabine Ledergerber das Publikum in der Jestetter Gemeindehalle. Erstmals seit Langem präsentierte das Akkordeon-Orchester Jestetten Nachwuchsmusikern beim Winterkonzert. So eröffnete Dirigentin Cornelia Feser mit ihren vier Akkordeon-Schülern den Konzertabend, den Aline Wessolowski gewohnt routiniert moderierte.

Unterstützung erhielten die Jungmusiker durch eine kleine Delegation des Orchesters. Mit den fetzigen Stücken „Open Up“ und „Partyfever“ begeisterten sie das Publikum schon ab der ersten Note. Dafür gab es einen donnernden Applaus, der sicherlich die Motivation bietet, am Ball beziehungsweise am Instrument zu bleiben.

Nach diesem fulminanten Start begann das Orchester mit seinem ersten Konzertteil. Von den Beatles über Klezmer hin zu einem Marsch gestaltete er sich abwechslungsreich. Bevor das Orchester die Bühne für den Männerchor Kemmental freigab, wurde der Dirigentenstab an Othmar Ledergerber übergeben. Er präsentierte das Stück „Amigos para Siempre“ mit Cornelia Feser als Solistin am Keyboard.

Der zwölfköpfige Männerchor Kemmental unter der Leitung von Elisabeth Müller war aus dem Kanton Thurgau angereist und hatte eine bunte Mischung von Liedern im Gepäck. Mit humoristischen Einlagen, aber auch der Möglichkeit zum Mitsingen, sorgten sie dafür, dass das Publikum voll einbezogen war. Die Dirigentin überraschte beim Stück „Ave Maria der Berge“ mit ihrer schönen Sopranstimme und sorgte für einen wunderbaren Kontrast zu den Männerstimmen. Beim Lied „Marina, Marina“ sowie bei der Zugabe wurde der Chor von Cornelia Feser am Akkordeon begleitet.

Nach der Pause präsentierte sich das Akkordeon-Orchester in neuer Uniform. Anstatt klassischem weiß war jetzt edles bordeauxrot angesagt. Mit Schwung und einer bunten Palette von Ohrwürmern, weniger bekannten, aber eingängigen Melodien und tongewaltigem Rock‘n‘Roll, bei dem sich Silvan Ledergerber am Schlagzeug verausgaben konnte, ging es durch den Rest des Abends. Das Publikum war restlos begeistert und forderte durch viel Applaus noch mehrere Zugaben, die die Musiker ihnen gerne darboten.