Die Gemeinde Lott stetten will auf dem unteren Hallenparkplatz einen Wohnmobilstellplatz für sechs Fahrzeuge für rund 33000 Euro einrichten. Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Maßnahme. Die Kosten für die Erschließung bezifferte Bürgermeister Jürgen Link mit 21 450 Euro und laut Angebot der Beckmann GmbH (Hövelhof) für die Campingsäulen für Strom, Frischwasser und Entsorgung sowie für eine Grauwasserrinne mit 11 955 Euro.

Bereits im Oktober 2014 diskutierte der Rat die Idee für einen Wohnmobilstellplatz, allerdings auf dem Friedhofsparkplatz. In einer Klausurtagung 2015 vertiefte man das Thema und schlug mehrere mögliche Standorte vor. Schließlich wurde die Arbeitsgemeinschaft „Ortsbild/Fremdenverkehr/Tourismus“ tätig. In Absprache mit der Verwaltung legte sie den unteren Parkplatz bei der Gemeindehalle als geeigneten Standort fest. Statt der ursprünglich vorgeschlagenen fünf sollen jetzt sechs Stellplätze eingerichtet werden.

Die Verwaltung legte für die Campingsäulen das Angebot der Beckmann GmbH aus Hövelhof vor. Die Erschließungsarbeiten für den Anschluss der Säulen soll der Gemeindebauhof erledigen. Diskutiert wurde die Art und Weise der Gebührenerhebung. Der Rat folgte am Ende mehrheitlich dem Vorschlag der Verwaltung: Die Nutzung soll über den Münzeinwurf an der Wasser- und Stromsäule bezahlt werden, um die laufenden Kosten zu decken. Statt eine Platzgebühr wie etwa in Lauchringen zu erheben. Abwasser und Müllentsorgung sollen kostenfrei angeboten werden, sollen jedoch über einen erhöhten Wasser- und Strombezugspreis kalkuliert werden. Über die Höhe der Gebühren verhandelte der Rat in der jüngsten Sitzung noch nicht.

„Die Idee ist, einen Anreiz auch in Lottstetten zu bieten, Wohnmobile abzustellen. Es ist eine einfache Maßnahme, damit wir attraktiv sind“, erklärte Gemeinderat und Mitglied in der Tourismus-AG, Hauke Schneider (Freie Wähler).