Jestetten – „Wir können stolz auf unsere Volkshochschule sein“, stellte Bürgermeisterin Ira Sattler erfreut fest. Grund war der Sachstandsbericht aus der Arbeit der Volkshochschule. Von einem äußerst positiven Jahr, das zudem mit einem Überschuss in Höhe von rund 12 500 Euro abgeschlossen werden konnte, hatte die Leiterin der VHS Jestetten-Lottstetten, Bettina Valentin, in der jüngsten Gemeinderatsitzung zu berichten. Valentin löste am 1. August des vergangenen Jahres die langjährige Leiterin, Elke Hausmann, ab und ist die erste hauptamtliche Kraft bei der Volkshochschule im Jestetter Zipfel.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 97 Kurse gehalten, an denen 881 Teilnehmer während 1344 Unterrichtsstunden teilgenommen haben. Hinzu kamen noch weitere Kurse für Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr waren nach dem Bericht von Bettina Valentin 25 Fachkräfte für die Volkshochschule Jestetten-Lottstetten tätig. Ein wesentlicher Fixpunkt für die Volkshochschule ist der Kinderzirkus Stella, der seit mehr als 20 Jahren das Herzstück des Kinderferienprogramms in Jestetten darstellt. Im vergangenen Jahr haben 35 Kinder daran teilgenommen. Den Einnahmen in Höhe von 10 334 Euro standen Ausgaben in Höhe von 11 232 Euro entgegen, was zu einem kleinen Negativergebnis bei den Finanzen führte.

Aktuell werden 54 Kurse angeboten, darunter erstmals Kochkurse für Männer, Hundeerziehung oder ein Selbstbehauptungskurs für Mädchen in Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialarbeiter Michael Mothes. Geplant sind für das 2. Halbjahr 2017 beispielsweise ein Tanzkurs für Erwachsene oder ein Yoga-Entspannungskurs, ferner Vorträge für die Zielgruppe junge Familien mit dem Schwerpunkt auf Sprachförderung.

Beim Zirkus Stella, der mit 50 Kindern in diesem Jahr voll ausgelastet ist, wird es eine Veränderung geben. Gaby Steinbeisser hat die Leitung des Projekts abgegeben und steht in diesem Jahr nur noch beratend zur Seite. Ihr folgte Franziska Lexer nach, der Großteil der Organisation erfolgt jedoch seit diesem Jahr über die Volkshochschule.

Schließlich gab Bettina Valentin noch bekannt, dass der Optimierungswahn nun auch die Volkshochschulen erfasst hat. Bis zum Jahr 2022 muss die Zertifizierung des Qualitätsmanagements umgesetzt sein. Nicht zertifizierte Volkshochschulen werden nicht mehr bezuschusst und haben keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Volkshochschulverband Baden-Württemberg.