Jestetten Stiftung Musikinsel Rheinau legt Bilanz vor

Verlust von 800 000 Schweizer Franken. Zur Einstimmung spielt Casal Quartett

Zum Auftakt erklang klassische Musik von Weltniveau durch das Casal Quartett, ehe Christoph Blocher, Präsident der Stiftung Musikinsel Rheinau, das erste Betriebsjahr des Musikhotels im ehemaligen Kloster Rheinau bilanzierte. Es sei ein erfolgreicher Start mit rund 7000 Übernachtungen gewesen. Trotz der guten Auslastung stand unter dem Strich ein Verlust von 800 000 Franken.

Auf der Musikinsel haben Musiker die Möglichkeit, sich für intensive Proben zurückzuziehen. Leider konzentriere sich die Auslastung der Musikinsel zurzeit vor allem auf die Wochenenden, so Blocher. Die Musikinsel werde bisher in erster Linie von Laienmusikern genutzt, die in der Regel während der Woche arbeiten müssten. Ziel sei es daher, auch die Besuche während der Woche so zu steigern, dass ein kostendeckender Betrieb erreicht werde. Dies soll mit der Durchführung von Meisterkursen und Seminaren, auch für Nicht-Musiker, gelingen.

Nur bei einem kostendeckenden Betrieb gebe es die Sicherheit, dass diese neue Institution, dank der gut kapitalisierten Stiftung im Rücken, länger als die für den schlechtesten Fall erwarteten 15 Jahre bestehen wird, erwähnte Rahel Blocher, Vizepräsidentin des Stiftungsrates. Sie führte weiter aus, dass in Kürze eine rechtliche Trennung zwischen Betrieb und Stiftung vorgenommen werde. Diese für Anfang 2016 vorgesehene Trennung erlaube es, den Betrieb effizienter zu führen und die Stiftung mehr auf den Zweck der Unterstützung des musikalischen Schaffens auszurichten.

Nach einem weiteren, mit viel Beifall bedachten Vortrag des Casal Quartetts, berichteten insgesamt neun Vertreter der bisherigen Benutzer der Insel von ihren durchweg positiven Erfahrungen. Zu den ersten Benutzern gehörte die Musikgesellschaft Hallau, von der sich Remo Arpagaus und Nadja Velten mit lobenden Worten über ihre Zeit auf der Musikinsel äußerten.

Die weiteren Referenten hoben besonders die gute Infrastruktur mit akustisch ausgezeichneten Probenräumen, aber auch die angenehmen Zimmer und die eindrucksvolle Umgebung hervor. Auf die Frage nach regelmäßigen Konzerten mit Publikumsverkehr beschied Rahel Blocher, dass dies aufgrund der Anordnung der Räume über mehrere Stockwerke nur mit sehr großem personellem Aufwand möglich sei, der die vorhandene Kapazität weit überschreite. Deshalb werde vorerst auf die Durchführung solcher Konzerte verzichtet.

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