Zur ersten Feuerwehrprobe im neuen Jahr konnte Abteilungskommandant Sven Trapp die beiden Leiter der Höhenrettung Waldshut-Tiengen, Pit Gantner und Jan-Hendrik Weiland, im Gerätehaus begrüßen. Die Feuerwehr Waldshut-Tiengen betreibt eine der sieben in Baden-Württemberg existierenden Höhenrettungsgruppen. 

Aufgaben der Höhenrettung

Die Aufgaben der Höhenrettung liegen in erster Linie im Bereich der Rettung und technischen Hilfeleistung in besonders großen Höhen und auch Tiefen, die mit regulären Mitteln einer Feuerwehr nicht mehr erreicht werden können oder wenn das Fachwissen oder die besondere Ausrüstung der Spezialisten gefragt ist. Die beiden Kameraden, welche auch regulär in den Einsatzabteilungen ihren Feuerwehrdienst verrichten, stellten in einer Präsentation die Arbeit der Höhenretter vor. Und spätestens, als die Bilder von Einsätzen und Übungen gezeigt wurden, war allen Teilnehmern klar, dass es sich bei den Aufgaben der Höhenretter um „eine andere Liga“ handelt. Übungen am Fernsehturm in Stuttgart, am Turm der Telekom in Tiengen (63 Meter) oder auf und in der Antenne des SWR in Mühlacker mit 270 Meter Höhe, da braucht es eine spezielle Ausbildung, Ausrüstung und auch viel Mut.

Umfangreiche Ausrüstung

Nach dem einige Fragen beantwortet waren, wurde den Anwesenden die umfangreiche Ausrüstung gezeigt, welche in einem Wechselladercontainer untergebracht ist. Mit Hilfe eines speziellen Dreibeins führten die beiden Retter verschiedene Möglichkeiten von Rettungen vor. Sämtliche Rettungen können auch unter Atemschutz (zum Beispiel in Silos; Gruben) durchgeführt werden, da alle Höhenretter über die Atemschutztauglichkeit verfügen.

Mit XXL-Korbtrage

Gezeigt wurde auch eine XXL-Korbtrage, welche für stark übergewichtige Patienten Verwendung findet, welche auf normalem Weg nicht aus Gebäuden gebracht werden können. Hierbei kommen unter anderem Drehleitern oder Kräne zum Einsatz. Nach knapp zwei Stunden wurden die beiden Referenten von Sven Trapp mit einem Präsent und Applaus der Zuhörer verabschiedet, die von der Tätigkeit der Höhenretter sehr beeindruckt waren.

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