Zwei Wochen lang war die Kreisstraße zwischen Altenburg und der Zollbrücke nach Rheinau gesperrt, nun sind die Gefahren durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume gebannt – für die nächsten Jahrzehnte jedenfalls. Die Baumkontrolle der Straßenmeisterei Lauchringen im vergangenen Sommer zusammen mit dem Kreisforstamt hatte ergeben, dass es nicht länger ausreicht, lediglich ein paar dürre Äste und hängende Bäume zu entfernen. Zu groß war die potenzielle Gefahr für die Straßenverkehrsteilnehmer in diesem Bereich.

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Letztmals war es hier in den 1980er Jahren zu größeren Baumfällaktionen gekommen und jetzt war es wieder soweit. In der Nachkriegszeit hatten die Verantwortlichen den stark rutschenden Hang mit Mauern gesichert und zudem mit Robinien bepflanzt. Diese Baum­art zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein weitverzweigtes Wurzelwerk ausbildet, aus dem weitere Triebe ausschlagen und somit einen Hang festigen können. Allerdings sind Robinien überaus lichtliebend. Daher wachsen sie nicht senkrecht nach oben, sondern mit Vorliebe der Sonne entgegen. Das bedeutete in diesem Fall allerdings auch, dass die Robinien schräg in Richtung der Kreisstraße wuchsen.

Schlingpflanzen wie Efeu oder Waldrebe sorgten dafür, dass die Bäume nicht mehr standfest waren. Nun ist die Sicherheit auf der Kreisstraße wieder hergestellt und die Stöcke schlagen im kommenden Jahr wieder aus.
Schlingpflanzen wie Efeu oder Waldrebe sorgten dafür, dass die Bäume nicht mehr standfest waren. Nun ist die Sicherheit auf der Kreisstraße wieder hergestellt und die Stöcke schlagen im kommenden Jahr wieder aus. | Bild: Ralf Göhrig

Ein übermäßiger Bewuchs von Schlingpflanzen, wie Efeu oder Waldrebe, führte zusätzlich zu einer weiteren Belastung. Durch Starkregen oder Schneefall ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu umgestürzten Bäumen gekommen, die allerdings allenfalls die Leitplanken in Mitleidenschaft gezogen haben und keine größeren Schäden verursacht haben.

Große Herausforderung

Da die langfristige Standsicherheit der meisten Bäume in der Rheinauer Straße nicht mehr gewährleistet werden konnte, haben die Waldarbeiter der Gemeinde Jestetten in Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei Lauchringen jetzt wieder das sichere Befahren der Kreisstraße ermöglicht. Trotz technischer Unterstützung war diese Arbeit eine große Herausforderung, da es die Stützmauer, die Straße selbst und auch die Leitplanke zu schützen galt.

Auch Baumkletterer im Einsatz

Die schweren Laubbäume so zu manipulieren, dass sie beim Fällen keinen oder allenfalls geringen Schaden verursachen, war nicht immer ganz einfach. Bei einer großen Eiche, deren dürre Äste über die Straße reichten, war sogar ein Baumkletterer notwendig, der die Krone von oben zurückschnitt. Nach der Reinigung der Straße wird sie wieder ab Samstag, 8. Dezember, für den Verkehr freigegeben.