Mit einem musikalischen Feuerwerk ist Jestetten in das neue Jahr gestartet. Das gilt jedenfalls für die zahlreichen Besucher des traditionellen Neujahrskonzerts des Kulturkreises Jestetten in der katholischen Pfarrkirche St. Benedikt.

„Der späte Nachmittag des Neujahrstages ist der perfekte Termin für ein solches Konzert“, sagte Ernst Raffelsberger, Vorstandsmitglied beim Kulturkreis und Chorleiter des Zürcher Opernhauses, bei seiner Begrüßung. Und tatsächlich fügt sich das Neujahrskonzert reibungslos in den ersten Tag des neuen Jahres ein, der ansonsten eher ruhig vonstatten geht. Die Jestetter wissen, dass sie an dieser Stelle immer einen besonderen musikalischen Leckerbissen geboten bekommen – eine große Erwartungshaltung, die in keiner Weise enttäuscht wurde.

In diesem Jahr war das Ensemble Salon Passion aus Zürich zu Gast. Die fünf Musiker des Tonhalle-Orchesters Zürich brachten nostalgische Zeugen vergangener Epochen aus einer wiederentdeckten Notensammlung mit. Ein bunter Strauß wunderbarer Melodien erklang, oft im Dreivierteltakt, ohne Strauß-Werke aber dennoch eingängig. Es waren Melodien zum Träumen, ruhige Klänge und sehnsuchtsvolle Stücke zwischen Ungarn und Südamerika.

Fast zwei Stunden lang verzauberten Scarlet Cavasani (Klavier und Moderation), Peter Kosak (Kontrabass), Johannes Gürth (Bratsche), Stefania Verità (Cello) sowie der Stehgeiger, Marc Luisoni, das Publikum mit virtuoser Salonmusik. Die Musiker versprühten einen Hauch von der Atmosphäre, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert geherrscht haben muss.

Dafür spendete das Publikum begeistert Applaus. Minutenlang klatschten die Zuhörer in der Jestetter Kirche im Stehen und das Ensemble dankte auf seine Weise mit einigen Zugaben für diesen Lohn. Am Schluss lobte Dietrich Veigel, Vorsitzender des Kulturkreis Jestetten und Umgebung, die Musiker für ihre Darbietung. Außerdem machte er auf die weiteren Veranstaltungen des Kulturkreises im Laufe des neuen Jahres aufmerksam.