In Winterthur wurde der neue Lösch- und Rettungszug der SBB (Schweizerische Bundesbahnen) vorgestellt. Das Fahrzeug wird unter anderem auf der SBB Strecke zwischen Neuhausen am Rheinfall und Rafz eingesetzt und betrifft im Einsatzfall somit auch die Gleisstrecke der SBB auf deutschem Gebiet im Bereich Jestetten und Lottstetten.

Der neue Lösch- und Rettungszug gehört zu einer Reihe von Zugverbänden in der Schweiz und ist in Winterthur stationiert. Jeder dieser Züge besteht aus mindestens einem Rettungsfahrzeug, einem Tanklöschwagen und einem Gerätefahrzeug. Die maximal gefahrene Geschwindigkeit liegt bei 100 Kilometern pro Stunde und im Notfall können steckengebliebene Züge mit einer Masse von mehr als 1600 Tonnen abgeschleppt werden. Somit finden die Lösch- und Rettungszügen auch gerne bei Abschleppeinsätzen nach Havarien von Zügen Verwendung.

Sowohl der Führerstand der Rettungslokomotive, als auch deren Waggons sind mit einer eigenständigen Atemluftversorgung ausgestattet. Im Notfall können bis zu 60 Personen evakuiert und aufgenommen werden. Der Löschwagen mit einem Fassungsvermögen der Zisterne von 50 000 Litern Wasser und die Schaumanlage gewährleisten bei Bedarf ein schnelles und sicheres Löschen. Immer wieder einmal wurden in der Vergangenheit die Lösch-und Rettungszüge in der Schweiz bei Großbränden von Gebäuden im Bereich der Gleisanlagen eingesetzt.