Zum letzten Mal trafen sich am Freitag etwa 20 Mitglieder und Ehrengäste des Musikvereins Jestetten zur Hauptversammlung des Vereins im Gasthaus "Löwen" in Jestetten. Denn der Verein ist nun aufgelöst. Nun beginnt das Liquidations-Jahr, in dem das Finanzielle sowie administrative Dinge geregelt werden müssen.

Diese Aufgaben übernehmen die Liquidatoren Helga Lauterbach und Daniela Hosp, Vorsitzende und Stellvertreterin, sowie Ulrich Niederhauser.

Es wird im Juli für die Vereinsmitglieder noch einen Abschluss-Hock geben sowie nach Ablauf des Liquidationsjahres eine Versammlung, in der von der Abwicklung Rechenschaft abgelegt wird.

Zunächst blickte aber die Vorsitzende Helga Lauterbach auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Obwohl sich schon lange Schwierigkeiten in den Registerbesetzungen abzeichneten und mit vielen Aushilfen gearbeitet werden musste, war eine so schnelle Auflösung nicht abzusehen.

„Eigentlich hatten wir 2018 einen guten Start“, so Helga Lauterbach, „das Narrentreffen haben wir mit Bravour gemeistert und für mich war das Doppelkonzert mit der Trachtenkapelle Birkendorf der Höhepunkt des Vereinsjahres.“

Aber es kam zu einigen Austritten aus persönlichen Gründen, sodass sich das Problem der Besetzung der Register immer mehr verschärfte. Hauptsächlich fehlten die Trompeten.

Schließlich wurde auch die Stückauswahl für Stefanie Hauser immer schwieriger, wenn doch einige Instrumente nicht mehr besetzt waren. „Für mich war unser Abschiedskonzert, die Winterserenade, der musikalische Höhepunkt im vergangenen Jahr“, meinte die Dirigentin.

„Zwar mit nur 13 aktiven Musikern aber sieben Jungmusikern sowie zehn Aushilfen war dieses Konzert in der katholischen Kirche St. Benedikt ein fantastisches Klangerlebnis auf hohem Niveau“, schwärmte Stefanie Hauser.

Nicht nur der Region sondern auch dem Jugendorchester DALJ wird der Verein fehlen, fällt doch eine Musikergemeinschaft im Verbund weg.