Vom modernen Gebäude mit Tonnengewölbedach bis hin zum gewöhnlichen Kubus mit Flachdach wurden die fünf Versionen intensiv diskutiert. Die Mensa soll als schmales, langgestrecktes Gebäude entlang der Altenburger Straße errichtet werden, sodass zwischen Schulgebäude, Mensa und Gemeindehalle ein echter Innenhof entsteht.

Dieser Entwurf wird vom Gemeinderat favorisiert.
Dieser Entwurf wird vom Gemeinderat favorisiert. | Bild: Architekturbüro Osswald

Sehr umstritten war der Steg vom Obergeschoss der Mensa über den Schulhof bis zum Gymnastiksaal in der Gemeindehalle. Von den einen als architektonische Spielerei gesehen, konnten andere diesem Detail positive Aspekte abgewinnen.

Optimale Raumausnutzung erwünscht

Grundsätzlich stellte sich die Frage, ob der neue Bau zwei Vollgeschosse haben soll oder ob eine eingeschränkte Nutzung im Obergeschoss ausreicht. Irmgard Bäumle (SPD) sprach sich für die größtmögliche Raumausnutzung aus und äußerte den Wunsch, die Mensa auf Stelzen zu setzen, um einen Schutz für die Kinder bei Sonne oder Regen zu gewährleisten.

Jürgen Osswald war der Meinung, dass dies zwar möglich sei, jedoch neben den hohen Kosten auch ein sehr hohes Gebäude zur Folge hätte. Klaus Reinicke (CDU) sprach sich aufgrund der hohen Betriebskosten gegen einen Lift aus. Außerdem seien die gehbehinderten Schüler nicht gezwungen, ihre Mahlzeit im Obergeschoss einzunehmen, sondern könnten dies auch im Erdgeschoss tun. Dagegen wünschte sich Stephan Bierwagen (SPD) sowohl den Lift als auch das größtmögliche Gebäude. „Wir brauchen immer Raum, den wir nutzen können“, stellte er fest.

Recht schnell verwarfen die Gemeinderäte sowohl das Gewölbe- als auch das Satteldach und entschieden sich für den Flachdachbau. Bevor jedoch weitere Details diskutiert werden sollten, schlug Bürgermeisterin Ira Sattler vor, sich auf einen der Varianten zu einigen, damit der Architekt diese weiter ausarbeiten könne. Mit großer Mehrheit entschied sich der Gemeinderat für den Bau mit der größtmöglichen Nutzfläche. „Ob wir das so weiter verfolgen können, hängt von den Fördermöglichkeiten ab“, stellte die Bürgermeisterin fest, „falls nicht, verfolgen wir die abgespeckte Variante weiter.“