Ein ganz besonderes Kunstwerk hat der Jestetter Holzbildhauer Eberhard Rieber geschaffen. Das Bethesda-Spital in Basel war im Frühjahr an ihn herangetreten, einen Lebensbaum zu gestalten, der in Bezug zu den Glasbildern „Die vier Jahreszeiten“ von Hans Weidmann im Andachtsraum der Klinik stehen sollte.

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„Das war am Anfang gar nicht so einfach“, gestand der Jestetter Künstler, „denn es gab etliche Vorgaben umzusetzen.“ So sollte der Lebensbaum auch auf die dunklen Seiten des Lebens verweisen und dabei an den Tod ermahnen, jedoch ohne den symbolischen Zeigefinger zu erheben. Außerdem war gefordert, Tauben, Bienen und Schmetterlinge darzustellen.

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Eberhard Rieber zeichnete Entwürfe in Originalgröße, besprach diese mit den Verantwortlichen des Krankenhauses, revidierte, diskutierte erneut bis endlich ein Entwurf vorlag, der auf die Zustimmung aller Beteiligter stieß. Diesen galt es dann umzusetzen.

Schmetterlinge aus Holz

Rieber fand eine Linde mit passender Dimension, die er vor einigen Jahren aus dem Gemeindewald erworben hatte und machte sich an die Arbeit. Und so wuchs im Verlauf dieses Sommers ein rund zweieinhalb Meter hoher Lebensbaum mit abgebrochenen Ästen am Schaft und einer Krone, die die vier Jahreszeiten symbolisiert. Im Uhrzeigersinn befinden sich Knospen, Blüten, Früchte und Schneeflocken im Geäst. Dazu das geforderte Getier. Außerdem fertigte der Künstler Schmetterlinge aus Holz, die später einmal, in der Baumkrone schwebend, an Totgeburten erinnern sollen.

Reise nach Basel

„Ich hoffe“, sagte Rieber im Gespräch mit dem SÜDKURIER, „dass der Baum viel Freude und auch Trost spenden wird.“ In den kommenden Tagen wird der Baum seine Reise nach Basel antreten, wo er dann im Andachtsraum der Geburtsabteilung des Basler Spitals aufgestellt werden wird.