Es kribbelt im Bauch. Alle Beteiligten sind ein wenig aufgeregt und freuen sich nun zur Premiere endlich zeigen zu können, was sie eine Woche lang einstudiert haben. Mit professioneller Unterstützung der Dozenten des Kinderzirkus Mumm konnten etwa 50 Kinder und Jugendliche ihre eigenen Ideen zum Programm entwickeln.

Die Jugendlichen konnten sich eine Disziplin aussuchen, die sie erlernen und zeigen wollen sowie selbst Regie, Choreografie und Technik übernehmen. Ihre ganz eigene Fantasie kommt zum Tragen und wird begleitend gefördert. Das ist das Konzept von Kinderzirkus Mumm genauso wie von Stella. Ursprünglich als Sommerferienbetreuung, Jugendcamp Luna, 1998 von Isolde Hauser ins Leben gerufen, entwickelte sich daraus die nun schon zum 25. Male sich jährende Veranstaltung. 13 Jahre leitete Hauser den Zirkus Stella.

Es herrschte großer Andrang am Eingang zum Zirkuszelt. Familie, Freunde und Bekannte der Akteure waren neugierig, was ihnen geboten wird.
Es herrschte großer Andrang am Eingang zum Zirkuszelt. Familie, Freunde und Bekannte der Akteure waren neugierig, was ihnen geboten wird. | Bild: Ingrid Ploss

2008 übernahm diese Aufgabe Gaby Steinbeisser und 2018 dann Franziska Lexer. Die Volkshochschule Jestetten-Lottstetten übernimmt dabei mit Bettina Valentin die administrativen Aufgaben, Organisation sowie Finanzierung. „Da alles ehrenamtlich geleistet wird, brauchen wir die Unterstützung von Sponsoren. Wir sind sehr dankbar, dass sich das Landratsamt, natürlich unsere Gemeinde und viele Firmen und Institutionen der Umgebung für uns engagieren“, so Franziska Lexer.

Zur Premiere konnten die Familien, Freunde und Bekannten nun sehen, was sich die Kinder und Jugendlichen hatten einfallen lassen und in der letzten Ferienwoche trainierten. Musik von Peer Gynt stimmte auf das Thema Meer ein und als die erste Artistentruppe als Matrosen hereinkam, wurde es musikalisch poppiger. Rasant zeigten die Artisten Sprünge vom Trampolin – jeder so wie er es schaffte – mal einfache und manche Kinder schon recht schwierige. Jeder wurde mit Beifall bedacht.

Es verlangte Mut, über das Feuer zu springen (von links): Christoph Erdmann, Jonathan Körner, Simon Weißenberger, Raphael Altenburger, Svea Peper, Franziska Looser, Nevio Franke, Jayden Krampitz, Anton Elliger, Sofia Wegener und Aurora Masi.
Es verlangte Mut, über das Feuer zu springen (von links): Christoph Erdmann, Jonathan Körner, Simon Weißenberger, Raphael Altenburger, Svea Peper, Franziska Looser, Nevio Franke, Jayden Krampitz, Anton Elliger, Sofia Wegener und Aurora Masi. | Bild: Ingrid Ploss

Ob beim Balancieren auf Bällen, auf Brettern über Rollen gelegt, beim Pyramiden bauen oder Jonglieren, die Großen halfen den Kleinen, die Geschickteren den freudig Versuchenden. Der soziale Aspekt ist enorm. Auch wenn etwas einmal nicht so ganz klappte, es wurde posiert und gejubelt und geklatscht – so muss es sein, und jeder hatte Spaß. So mancher staunte über unerwartete Fähigkeiten.

Die Teller-Jongleure ernteten viel Beifall. Von links: Alina Freitag, Suleiman Al Hamo, Jakob Krause und Simon Rüger.
Die Teller-Jongleure ernteten viel Beifall. Von links: Alina Freitag, Suleiman Al Hamo, Jakob Krause und Simon Rüger. | Bild: Ingrid Ploss

Geradezu spektakulär wurde es nach der Pause: Leiterakrobatik sowie Drahtseilakt sorgten für große Bewunderung. Auf ihre Leistungen können die jungen Artisten stolz sein. Die Kinder und Jugendlichen waren alle mit Herzblut dabei, und die Zuschauer waren begeistert. Ein großes Dankeschön galt den Betreuern und Organisatoren für diesen gelungenen Abend.