„Rumble in the Jungle“, zu Deutsch: „Das Grollen im Urwald“ hieß es zur Weiberfasnacht in der Halle in Altenburg. Dort ging es hoch her im Foyer, das sich entsprechend dem Motto als Dschungel präsentierte, in dem ausgelassen gefeiert werden konnte. Der Turnverein Altenburg war Veranstalter des Abends, an dem die Frauen das Regiment übernommen hatten und wie in den Vorjahren den Männern die Arbeit hinter der Theke und am Mischpult überließen.

Der Brauch der Weiberfasnacht geht bis ins Mittelalter zurück, da waren die Frauen den Männern noch untergeordnet und stellten an diesem einen Tag die gültigen Regeln auf den Kopf. Längst sind sie alles andere als dem Manne Untertan, im Gegenteil, heute gibt es Männer, die um ihre Gleichberechtigung kämpfen. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – macht die Weiberfasnacht Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue Spaß. Denn das ist der Zeitpunkt, um auch in Altenburg ganz ungeniert in die Bütt’ zu steigen und sich zu beschweren über Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, schnarchende Ehemänner und solche, die nicht einmal bemerken, wenn die Gattin in verführerischen Dessous das Eheleben reizvoll gestalten will.

Dass die arbeitenden Männer im Altenburger Dschungel das alles mithören konnten, war an diesem Abend egal, denn sie sahen aus, als hätten sie die gesunde Portion Humor, um so viel Frauenpower in Gestalt von Spinnen, Bären, Fledermäusen, Schlangen und sonstigem Urwaldgetier auszuhalten. Die Stimmung unter den Frauen jedenfalls war bestens, es wurde gelacht und getanzt, und bis spät in der Nacht war das Grollen des Urwalds zu hören.