Vor wenigen Tagen hat das Gewerbegebiet im Osten Jestettens eine neue Zufahrt erhalten. Damit soll einerseits das Wohngebiet am Randenweg entlastet werden, welcher bislang das Gewerbegebiet erschloss. Außerdem hat sich, mit der breiten, neuen Straße, die als Vorfahrtsstraße bis zur Hohentwielstraße erstreckt, die Situation vor allem für die Lastwagenfahrer verbessert. Sie gelangen schneller an ihr Ziel.

Gleiches gilt explizit für die Jestetter Feuerwehr. Im Notfall müssen die Einsatzfahrzeug nicht mehr quer durch das Gewerbegebiet kurven und den engen Randenweg durchfahren, sondern finden direkt, über die neue Straße, eine Anbindung an die B 27.

Für die Anwohner im Wohngebiet „Im Steinernen Kreuz“ ist die neue Straße eine deutliche Entlastung. Bislang sind an Werktagen rund 3200 Fahrzeuge durch den Randenweg gefahren, an Sonntagen waren es immerhin noch rund 1100. Der Anteil der Lastwagen betrug zwölf Prozent.

Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen

Diese hat man mittels Fahrverbot nun definitiv vom nördlichen Teil des Randenwegs, im Bereich der Wohnbebauung, verbannt. Hier gilt nun ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Der Anliegerverkehr ist zwar frei, gilt aber nur für Lastwagen, die das Wohngebiet im steinernen Kreuz direkt anfahren, nicht für Fahrzeuge, die zum hinter dem Wohngebiet liegenden Gewerbegebiet fahren wollen.

Verkehrsentwicklung im Randenweg wird beobachtet

„Wir werden durch weitere Messungen die Verkehrsentwicklung im Randenweg beobachten und sind zuversichtlich, dass die neue Straße immer mehr angenommen wird – zumindest von den Lkw-Fahrern – und somit der Randenweg eine spürbare Entlastung erfährt“, sagte Bauamtsleiter Oliver Roller im Gespräch.

Für diese Verbesserung hat die Gemeinde Jestetten eine Stange Geld in die Hand genommen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 690 000 Euro und umfassen neben den eigentlichen Baukosten den Grunderwerb und die Ablösezahlungen an die Straßenbauverwaltung für die Verbreiterung der B 27. Die Länge der neuen Straße beträgt 320 Meter.

„Auf den Einbau einer Asphaltdeckschicht hat die Gemeinde bislang verzichtet, da die mittelfristige Entwicklung des Gebietes noch nicht abzusehen ist“, erklärte Oliver Roller abschließend.