Zahlreiche Mitglieder und Gäste sowie eine Abordnung der Ortsgruppe aus Waldshut kamen zum Neujahrsempfang des Jestetter Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt. Vorsitzende Mathilde Panning begrüßte die Anwesenden und forderte dazu auf, im neuen Jahr die positiven Elemente herauszustellen und nicht an negativen Dingen hängen zu bleiben. Den Neujahrsempfang der Jestetter Awo gibt es laut ihrer Vorsitzenden bereits seit mehr als 20 Jahren.
„Es ist für die Mitglieder eine schöne Tradition, in guter Gemeinschaft in das neue Jahr zu starten“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Arbeiterwohlfahrt wurde vor 100 Jahren von Marie Juchacz gegründet, die in der Weimarer Nationalversammlung als erste Frau eine Rede gehalten hatte. Die wichtigste Aufgabe der Awo ist heute die Arbeit mit Behinderten und Senioren. „Früher haben wir uns in Jestetten auch in der Pflege engagiert, aber seit dem Ende des Grundwehrdienstes haben wir keine Zivildienstleistenden mehr und mussten diese Arbeit einstellen“, bedauerte Mathilde Panning. Dennoch sei die Arbeit in Jestetten sehr wichtig. Es gibt alle 14 Tage regelmäßige Treffen, was für viele der Mitglieder von enormer Bedeutung sei.
Ein Großteil der Mitglieder ist zwischen 70 und 95 Jahren alt. „Gerade für uns ältere Menschen ist es essentiell, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, und alleine geht man nicht gerne irgendwo hin“, stellte Panning fest.Eine ganz wichtige Einrichtung ist das Sorgentelefon. „Man kann mich bis gegen 23 Uhr problemlos anrufen“, sagte die Vorsitzende weiter. Außerdem runden Ausflüge in die nähere Umgebung das Programm der Jestetter Awo ab. Das nächste größere Ereignis ist der Fasnachtsabschluss im Lottstetter Bischof-Stark-Haus am Fasnachtsdienstag.