Der Jestetter Waldlehrpfad ist ein Kind des ehemaligen Lehrers und Vorsitzenden des Kulturkreises, Dietrich Veigel. Der Waldlehrpfad wurde auf dem Gelände des ehemaligen Vita-Parcours, zwischen Fankengraben und Flachshof errichtet. Dieser hatte schon vor etlichen Jahren abgebaut werden müssen. In den 90er Jahren nicht mehr zeitgemäß, wurde er auch nicht mehr genutzt und zerfiel zusehends.

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Die Strecke mit ihren vielen Geländeeinschnitten – diese stammen aus dem späten 19. Jahrhundert, als dort, beim Bau der Eisenbahnlinie Bülach-Schaffhausen, Gestein für den Bahndamm gewonnen wurde – eignet sich vorzüglich für die Belange des Waldlehrpfades. In diesen Einschnitten befinden sich zum großen Teil die Stationen. Unter anderem das Waldklassenzimmer, das in seiner Anlage an ein griechisches Amphitheater erinnert und als Herz des Waldlehrpfades bezeichnet werden kann. Daneben gibt es weitere Stationen, die nach und nach ergänzt werden.

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Augenblicklich erneuert Dietrich Veigel die Baumtafeln. Vorgestellt werden dabei die Bäume des Jahres, eine, in Deutschland im Jahre 1989 mit der Stieleiche beginnende Reihe, die vom Kuratorium „Baum des Jahres“ ins Leben gerufen wurde.

Otto Straub (links) und Dietrich Veigel errichten neue Hinweistafeln beim Waldlehrpfad.
Otto Straub (links) und Dietrich Veigel errichten neue Hinweistafeln beim Waldlehrpfad. | Bild: Ralf Göhrig

Am südlichen Ende des Frankengrabenparallelwegs haben die Forstwirte des Gemeindewaldes im vergangenen Jahr zahlreiche seltene Baumarten, wie beispielsweise den Speierling (Baum des Jahres 1993) oder auch Wildobstbäume gepflanzt, über die jetzt auch Informationen auf den errichteten Tafeln zu erfahren ist.

Für das aktuelle Projekt konnte Veigel den ehemaligen Werkzeugmacher, Otto Straub, rekrutieren. Der 88-Jährige ist ehrenamtlich im nimmermüden Einsatz im Jestetter Wald und kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um Waldwegeschilder und Erholungseinrichtungen. Ferner ist Straub als Hüttenwart verantwortlich für den Unterhalt der Gunzenriedhütte. Und so ist es für Otto Straub eine Selbstverständlichkeit, beim Ausbau des Walderlebnispfads zu helfen.