Sie ist lebendes Inventar, eine Institution und eigentlich ist die Jestetter Grund- und Werkrealschule ohne Irmgard Bäumle kaum vorstellbar. Dennoch wurde die Vollblutlehrerin mit einer eindrucksvollen Feierstunde im Kreise aktueller und ehemaliger Kollegen nach mehr als 40 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet.

Emotionaler Abschied

Ihre gegenwärtige 4. Klasse brachte, unter der Leitung von Karin Pfändler, ein kleines Theaterstück auf die Bühne, die Lehrer Bigband hatte einen konzertwürdigen Auftritt und die Kollegen sangen zum Abschied. Mit dem traditionellen „Auld Lang Syne“ wurde es dann fast zu emotional. Aber das muss es vielleicht auch sein, wenn eine Lehrerin wie Irmgard Bäumle sich anschickt, in den Ruhestand zu gehen.

Perfekt geeignet als Grundschulklassenlehrerin

Geboren im schwäbischen Datthausen als Tochter eines Land- und Gastwirtspaares, wurde ihr eine gute Portion Durchsetzungskraft in die Wiege gelegt – die beste Voraussetzung auf dem Weg zum Pädagogen. Nach ihrem Studium landete Irmgard Bäumle im Jahr 1978 als Referendarin in der Jestetter Grund- und Hauptschule und schon bald merkten die Verantwortlichen, dass sie als Grundschulklassenlehrerin prädestiniert war. In den Anfangsjahren fand sie in Rainer Denzel einen wohlwollenden Mentor, bei dem sie sehr viel lernte. Und obwohl Jestetten nur als Zwischenschritt in der Lehrerkarriere vorgesehen war, vergingen rasch die Jahre. Irmgard Bäumle blieb den Jestettern erhalten und seit 2010 ist sie Konrektorin der Schule.

Bonsai-Bäumle als Geschenk

Rektor Hans Strittmatter dankte der Kollegin in einer launigen Rede. „Sie hinterlassen Spuren“, stellte der Schulleiter fest und Bürgermeisterin Ira Sattler sprach von einer Vollblutlehrerin mit hoher Kompetenz. Peter Haußmann, Rektor der Realschule, überreichte ein "Bonsai-Bäumle" an die scheidende Kollegin. Und diese wiederum versicherte, aktiv zu bleiben. Mit dem alttestamentarischen Zitat „Alles hat seine Zeit“ verabschiedete sich Irmgard Bäumle von ihren Kollegen.