„Ich bleibe hier, ich auch, ich auch, Herr Chauffeur, können wir bitte umdrehen“, hieß es immer wieder auf der Rückfahrt der 19 französischen Austauschschüler aus Clisson, die sechs Tage in Jestetten zu Besuch waren. Der Rundgang durch die Realschule mit Rektor Peter Hausmann vermittelte den französischen Schülern bereits den ersten bleibenden Eindruck. Der Tenor davon: Die Jestetter Schule ist nicht so groß wie die französische, sie ist schön bunt dekoriert und die Lehrer wurden als überaus nett empfunden.

Es stand auch Unterricht mit den Begleitlehrern Ines Le Roux, Anne Bachelot, Laura Voss und Renate Weiermann-Schaub auf dem Programm. Aber auch der kam gut an. „Geografie in englischer Sprache, keine Gitter und keine Aufsichtspersonen, die uns ständig überwachen, einfach super“, schwärmte ein Austauschschüler. Der gemeinsame Ausflug führte in diesem Jahr nach Waldenbuch zur Besichtigung der Schokoladenfabrik Ritter Sport. „Wir haben unsere eigene Schokolade gemacht, und ich habe einige Tafeln für meine Freunde und Familie mitgenommen“, sagte eine Französin.

Programm kommt gut an

Die Tagesreise führte die Austauschpartner und ihre Begleitlehrer dann weiter in die Landeshauptstadt nach Stuttgart, wo die meisten Jugendlichen die Zeit, die zur freien Verfügung stand, für einen Stadtbummel nutzten. Im Anschluss trafen sich dann alle beim Neuen Schloss wieder zum Fototermin. Mit den Gastfamilien haben viele Schüler die obligatorischen Ausflüge an den Rheinfall, an den Bodensee oder nach Zürich unternommen. Die besonderen Höhepunkte waren aber das Kleggau-Narrentreffen in Hohentengen und die Party im Zollhaus-Gewölbekeller in Riedern am Sand, wo bis in die Nacht gefeiert wurde.

Vorfreude auf den Gegenbesuch

Das Sturmtief Sabine sorgte in der gleichen Nacht dafür, dass am nächsten Tag schulfrei war und die Jugendlichen nach durchtanzter Nacht ausschlafen konnten. „Das Programm war viel besser als im letzten Jahr und ich habe mich sehr gut mit meiner Austauschpartnerin verstanden“, sagte Helena Wieser. Nach dem die Schüler dann aber doch noch einen Tag in die Schule mussten, hieß es am Abend des sechsten Tages wieder Abschied nehmen. Die Französischschüler aus Jestetten freuen sich aber heute schon auf den Gegenbesuch im Mai, auf das Strandsegeln am Atlantik und auf die tolle Hafenstadt Nantes.