Durch kartellrechtliche Entwicklungen sah sich das Land Baden-Württemberg gezwungen, eine Forstreform in Gang zu setzen und die Staatswaldflächen aus der Landesforstverwaltung herauszulösen.

Mit der Schaffung einer Anstalt öffentlichen Rechts (AoR) zum 1. Januar 2020 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 21 staatliche Forstbezirke geschaffen, die sich nun ausschließlich um die Belange des Staatswaldes (24 Prozent der Waldfläche in BW) kümmern.

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Seit 1. Januar übernimmt nun Thomas Bernecker (55) die Staatswaldflächen vom bisherigen Forstrevier Jestetten-Lottstetten. Die hoheitlichen Aufgaben sowie Betreuung und Beratung im Körperschafts- und Privatwald verbleiben weiterhin bei den Landkreisen verankert.

Revierstrukturen ändern sich

Allerdings haben sich durch die Reform im ganzen Land die Revierstrukturen geändert. Die bisherigen Einheitsreviere (alle Waldbesitzarten) verloren die Staatswald-Anteile und neue, reine Staatwaldsreviere entstanden.

Hier am Hochrhein setzt sich das staatliche Revier von Thomas Bernecker aus den großen Waldblöcken im Hüller (Tiengen) und in Jestetten, sowie aus Teilen der ehemaligen Forstreviere Waldshut, Tiengen, Küssaberg-Lauchringen und Hohentengen-Dettighofen zusammen. Von Altenburg bis Albbruck reicht das neu geschaffene Revier im südlichen Landkreis.

Seine Zentrale hat der, für den Großteil des Staatswald im Landkreis zuständige Forstbezirk Südschwarzwald in St. Blasien. Leiter des Bezirks ist Thomas Emmerich. Neben der Betreuung des Staatswaldes in Jestetten ist Thomas Bernecker nun auch für die Staatsjagd Jestetten, die mit Sika-, Schwarz- und Rehwild zu den interessantesten Jagden gezählt werden dürfte, verantwortlich.

Der bisherige Jestetter Förster, Ralf Göhrig, der die Staatswaldflächen im Jahr 1998 vom langjährigen Jestetter Förster, Thomas Lexer, übernommen hatte, betreut weiterhin den Kommunal- und Privatwald im Jestetter Zipfel und übernimmt weitere Aufgaben beim Kreisforstamt. Vergleichbares gilt für die Kollegen Michael Albrecht (Hohentengen-Dettighofen), Berthold Schmid (Küssaberg-Lauchringen), Jürgen Bacher (Tiengen) sowie Carmen Kellermann (Waldshut). Neuer Förster im Kommunal- und Privatwald Weilheim ist Gregor Allgeier.

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