Entstanden aus der rein katholisch geprägten Zentrumspartei, kann die CDU Jestetten auf ein 70-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass gab es bereits zahlreiche Veranstaltungen. Insbesondere die Ehrung des Gründungsmitgliedes Erich Sigg durch die Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt und Landtagsabgeordneten Felix Schreiner war ein herausragendes Ereignis.

Mit dem „Goldenen Oktober“ soll das Jubiläumsjahr seinen Abschluss finden. Hierzu gab es am Samstag einen Infostand auf dem Wochenmarkt in Jestetten. Die Gemeinderäte waren vor Ort und standen zur Diskussion zur „Halbzeit der Gemeinderatslegislatur“ mit den Bürgern bereit. Ganz besonders freuten sich die Ortsverbands-Mitglieder, dass auch Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt anwesend war, um mit interessierten Bürgern ins Gespräch zu kommen. Sie macht sich vor allem für die Sozial- und Arbeitnehmerpolitik stark, wird aber bei der nächsten Wahl nicht mehr für den Bundestag kandidieren. Ab dann wolle sie Politik auf kommunaler Ebene machen, erklärte Schmidt.

Auf die Frage, ob sie angesichts der momentanen politischen Situation keine Angst um unsere Demokratie habe, meinte Gabriele Schmidt, „Nein, auf keinen Fall“. Das Wort „Angst“ solle man besser vermeiden. Angst sei ein schlechter Ratgeber und außerdem nebst den vielen guten Eigenschaften, die wir Deutschen hätten, eine unserer schlechten. Diejenigen, die in unserem Land unzufrieden seien, würden nicht zuhören und nicht sehen, was von der Politik alles auf den Weg gebracht wurde. „In ein paar Jahren wird der Friedensnobelpreis an Angela Merkel gehen“, erklärte die Bundestagsabgeordnete überzeugt.

Auf Gemeindeebene konzentriert sich die CDU darauf, die Arbeit vor Ort recht zu machen, erklärte Lothar Altenburger, und Vorsitzender Konrad Schlude veranschaulichte die Themen, mit denen man sich befasst hatte. Gemeinsam könne man viel bewegen, so Schlude. Dass es in Jestetten nicht langweilig werden wird, steht fest.

Hier wird man sich beispielsweise weiter mit dem Ausbau der Kinderbetreuung, der Frage Umgehungsstraße ja oder nein, der Problematik Rheinabsenkung und dem Bedarf an neuen Baugebieten aber auch sozialem Wohnungsbau zu beschäftigen haben.