Ein beeindruckend großer Lastwagen auf dem Schulhof der Realschule in Jestetten, zwei Notfallsanitäter im Haus und drei Polizisten vor Ort. Was war der Grund für dieses große Aufgebot, dargeboten für alle Achtklässler der Realschule? Es war der Verkehrssicherheitstag, der an diesem Unterrichtsvormittag stattfand.

„Verkehrssicherheitstag“, eine Initiative der Polizei in Sachen Prävention, bedeutet, dass die achten Klassen auf die Gefahren des Straßenverkehrs, das korrekte Verhalten und auf eventuell notwendige Rettungsmaßnahmen vorbereitet, aber auch über die Gefahren durch Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr informiert werden.

An der Realschule wurde dies an sechs verschiedenen Stationen vermittelt. Die Polizeipräventionsbeamten Spill, Stauch und Kaiser, das DRK, die Schulsanitäter der Realschule Jestetten und Lehrkräfte sowie die Fahrschule Zehnle betreuten die Übungsstationen.

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Die Polizei informierte die Achtklässler über die rechtlichen Folgen des illegalen Aufmotzens (Tunen) von Mopeds und Rollern. Zusätzlich wurde ihnen mithilfe der Kampagne „Schütze dein Bestes“ vermittelt, wie wichtig es ist, einen Helm zu tragen, egal ob auf dem Fahrrad oder auf dem Roller und Moped. Des Weiteren wies die Polizei auf die Gefahren durch Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr hin. Durch die Verwendung sogenannter Rauschbrillen konnten die Schüler selbst erfahren, wie es ist, wenn die Sinne nicht mehr so funktionieren wie gewohnt. In Zusammenarbeit mit Notfallsanitätern des Deutschen Roten Kreuzes und den Schulsanitätern der Realschule übten die Achtklässler außerdem die Helmabnahme bei Verletzten, die stabile Seitenlage sowie das Anlegen eines Druckverbandes.

Der tote Winkel

Für die Station auf dem Schulhof war Daniel Gampp von der Fahrschule Zehnle zusammen mit seinem Fahrschullehrer-Kollegen mit einem riesigen Lastwagen gekommen. Sie vermittelten den Schülern eindrucksvoll, was man als Lastwagenfahrer von seiner Umgebung sehen kann oder eben auch nicht. Speziell ging es um den toten Winkel, also um Personen oder Radfahrer, die direkt vor oder neben dem Lastwagen stehen und möglicherweise übersehen werden könnten. Hierfür durften die Jugendlichen auf dem Fahrersitz des Lastwagens Platz nehmen, um dies selbst sehen und erleben zu können.

Nach fünf interessanten und lehrreichen Unterrichtsstunden der etwas anderen Art, organisiert von der Konrektorin und Verkehrsbeauftragten der Realschule, Wiebke Pankratz-Sigg, endete dieser Vormittag. Die Schulleitung bedankte sich im Namen der Achtklässler bei den Polizeibeamten, bei der Jestetter Fahrschule Zehnle sowie beim Rettungsdienst des DRK und den beteiligten Schulsanitätern und Lehrkräften.