Rettungskräfte haben am Montagabend zwei Tote aus dem Rhein bei Jestetten geborgen. Die Schweizer Wasserrettung hat gegen 18.30 Uhr einen 71 Jahre alten Mann tot geborgen. Zu einem zweiten Einsatz gegen rückte die Jestetter Feuerwehr aus, nachdem sie gegen 22.15 Uhr von der Polizei um Unterstützung bei der Bergung eines Verstorbenen gebeten worden war. Laut Kantonspolizei Zürich steht die Identität dieses Mannes noch nicht fest, die Untersuchungen dauern noch an. Die Kantonspolizei konnte auf Anfrage gestern Nachmittag nicht bestätigen, dass es sich bei dem zweiten Toten um den Mann handelt, der seit dem 30. Juni im Rhein vermisst wird.

Am Montagabend wurde bei Wehr-Brennet ein dritter Toter aus dem Rhein geborgen. Laut Polizeibericht handelt es sich um einen 24 Jahre alten Mann, der seit vergangenem Freitag vermisst wurde. Er war am Abend in Stein bei Bad Säckingen von einer Brücke in den Rhein gesprungen und nicht mehr aufgetaucht.

Grenzüberschreitende Aktion

Beim ersten Einsatz bei Jestetten ist am Montag gegen 18.30 Uhr ein Radfahrer durch die Schweizer Wasserrettung tot aus dem Rhein geborgen worden. Laut Polizei handelt es sich bei dem Toten um einen 71 Jahre alten Mann. Das Fahrrad wurde am Rheinufer am Rand des schmalen Uferwegs zwischen Altenburg und Jestetten gefunden. Auf den Notruf hin wurden zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Die deutschen fuhren die Einsatzstelle über schweizerisches Gebiet an, da diese auf deutscher Seite nicht mit Fahrzeugen erreichbar war, wie es im Einsatzbericht der Feuerwehr Jestetten heißt. Neben deutschen Rettungskräften waren auch der Schweizer Rettungsdienst, die Schweizer Wasserrettung und die Kantonspolizei im Einsatz. Derzeit laufen die Ermittlungen zur Feststellung der genauen Todesursache des 71-Jährigen.

Toter nicht identifiziert

Später am Montagabend, gegen 20.45 Uhr, meldete ein Bootsführer einen Leichenfund im Rhein bei Jestetten. Mit Hilfe der Feuerwehr konnte der Leichnam aus einer schwer zugänglichen Stelle am deutschen Rheinufer unterhalb der Klosterinsel bei Altenburg geborgen werden. Seit 30. Juni wird im Rhein ein 73 Jahre alter Mann vermisst, der bei Rheinau in den Rhein gesprungen ist, um seinen Hund zu retten. Ob es sich bei dem am Montag geborgenen, noch unbekannten Toten um den Vermissten handelt, konnte die Kantonspolizei Zürich gestern auf Anfrage nicht sagen. Die Untersuchungen zur Feststellung der Identität seien noch nicht abgeschlossen.

Dritter Toter seit Freitag vermisst

Der Tote, der am Montag bei Wehr-Brennet aus dem Rhein geborgen wurde, ist nach Polizeiangaben ein 24 Jahre alter Mann, der seit Freitag vermisst wurde. Die Feuerwehr nahm den Toten auf, nachdem ein Anrufer gegen 18.50 Uhr eine im Wasser treibende Person gemeldet hatte. Der 24-Jährige und ein 27 Jahre alter Freund waren in Stein von einer Brücke gesprungen. Während der 27-Jährige aus eigener Kraft an Land kam, tauchte der 24-Jährige nicht mehr auf. Eine groß angelegte Suchaktion von Einsatzkräften aus Deutschland und aus der Schweiz blieb am Wochenende ohne Erfolg.