Aufträge von mehr als einer Million Euro vergab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Nach langer Planungs- und Genehmigungsphase geht es nun endlich los. Größter Posten mit einer Angebotssumme von 466.436 Euro waren die Rohbauarbeiten für die neue Mensa für die Ganztagsschule. Im Herbst bereits schon einmal ausgeschrieben, hat der Gemeinderat das Verfahren stoppen müssen, da sich herausgestellt hat, dass der Untergrund des Schulhofs in der Altenburger Straße, wo die Mensa entstehen soll, sich als problematisch erweist, weshalb das Fundament aufwändiger erstellt werden muss.

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Obwohl mehrere Fachfirmen angefragt wurden, gab es nur ein Angebot der Firma Langenbach-Bau aus Wutach. Dieses zudem 30 Prozent über dem Haushaltsansatz. Bauamtsleiter Oliver Roller riet dem Gemeinderat trotzdem zuzustimmen, da die galoppierende Preisentwicklung sich fortsetzen werde. „Ich bin froh, dass sich überhaupt eine geeignete Firma gefunden hat“, konstatierte Roller.

Sanierung der Lüftungsanlage

Eine ähnliche Situation ergab sich bei der Sanierung der Lüftungsanlage im Altbau der Realschule. Für den vierten Bauabschnitt wurden ebenfalls mehrere Firmen angeschrieben, doch außer der Hauser GmbH aus Jestetten zeigte niemand Interesse oder verfügt über die notwendige Kapazität, die Arbeiten zeitnah auszuführen. 85.000 Euro kostet die Maßnahme und liegt damit innerhalb der, vom Planungsbüro Clemens Heide berechneten Kosten. Roller empfahl auch hier die Zustimmung, zumal die ortsansässige Firma sich auch bei den vorausgegangenen Bauabschnitten bewährt hatte.

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Ebenfalls bewährt hat sich die Firma Gebr. Konzept bei der bisherigen Sanierung der Fensteranlagen der Realschule. Da in diesem Falle eine Ausschreibung außer einem großen Aufwand keinen Effekt gehabt hätte, wurde die Firma gebeten, ein Nachtragsangebot abzugeben, um auch den nächsten Bauabschnitt durchführen zu können. Die Kosten liegen bei 146.624 Euro.

Der Startschuss fiel auch für den Umbau der ehemaligen Gewerbeschule, die – ohnehin in direkter Nachbarschaft zur Realschule – dieser zugeschlagen wird. Und auch hier gab es, trotz zahlreicher Unternehmen, die aufgefordert wurden, ein Angebot abzugeben, nur jeweils eine Firma, die ihren Hut in den Ring warf.

Abbruch- und Erdarbeiten

Die Abbruch- und Erdarbeiten wird die Firma Rehm aus Lottstetten für knapp 100.000 Euro ausführen. Die Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen wurden an die Firma Hauser vergeben. Hier lag die Angebotssumme bei insgesamt 220.000 Euro.