Seit 25 Jahren ist Alois Boll als Gemeindevollzugsbediensteter auf den Jestetter Straßen unterwegs. Bürgermeisterin Ira Sattler dankte ihm in einer Feierstunde für die langjährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Im Frühjahr 1994 suchte die Gemeinde einen neuen Vollzugsbeamten als Nachfolger für den legendären Günther Kähn und am 7. Juli sprach sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit für Alois Boll als dessen Sukzessor aus. Ira Sattler lobte den „Mann an der Front“, der für die Überwachung des ruhenden Verkehrs verantwortlich ist, einschließlich der Erteilung von Verwarnungen, was nicht immer ganz einfach ist, in der Hitze des Gefechts.

Doch die Ruhe und Gelassenheit, die Alois Boll auszeichnen, tragen dazu bei, hektische Situationen zu entschärfen. „Sie lassen sich nie aus der Ruhe bringen und treten höflich und bestimmt auf“, stellte die Bürgermeisterin fest.

Dass der Job eines Vollzugsbeamten in Jestetten durch die massive Zunahme des Verkehrs mehr als notwendig ist, um die Parksituation einigermaßen in den Griff zu bekommen zeigt eine Zahl. Bei Dienstantritt der Bürgermeisterin vereinnahmte die Gemeinde rund 2000 Euro an Verwarnungsgeldern im Jahr. Heute sind es mehr als 120 000 Euro im gleichen Zeitraum.