Ein Mann ist am Donnerstagabend in Jestetten völlig ausgerastet. Er kam in polizeilichen Gewahrsam. Kurz vor 18 Uhr erfolgte ein Notruf an die Polizei, dass eine Frau auf der Straße verprügelt werde. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte vor dem Haus ein 35 Jahre alter Mann seiner getrennt lebenden Ehefrau aufgelauert:

Zuerst beschädigte er das Auto der Frau, anschließend schlug und trat er auf die bereits am Boden liegende Frau ein. Als ein unbekannter Passant hinzukam, ließ er von der Frau ab und flüchtete. Diese erlitt deutlich sichtbare Verletzungen und kam zu medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Der Mann konnte gegen 21 Uhr vor seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen werden. Eine Blutentnahme sollte folgen. Zunächst verhielt er sich auf dem Weg ins Krankenhaus im Streifenwagen ruhig, bis er plötzlich begann, seinen Kopf im Streifenwagen gegen die Scheibe zu schlagen.

Nur mit Mühe konnte er ruhig gestellt werden. Dabei biss er einem Polizeibeamten in den Oberschenkel und auch in die Rückenlehne des Sitzes und in die Seitenverkleidung. Verletzt wurde der Beamte nicht. Zur Durchführung der zwischenzeitlich angeordneten Blutproben musste er von vier Einsatzkräften festgehalten werden. Danach kam er in Gewahrsam.

Da eine Unterbringung in einer Zelle nicht möglich war, wurde er unter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus von der Polizei bewacht. Einen Polizisten spuckte er an. Am Freitagmorgen wurde das verunfallte Auto des Mannes in einem Bach stehend nahe der Schweizer Grenze entdeckt. Die Ermittlungen dauern an.