In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist die Tortour zum zwölften und letzten Mal in der IWC-Arena auf der Breite in Schaffhausen gestartet – im kommenden Jahr startet sie in Zürich. Bereits am Donnerstagnachmittag gab es in Neuhausen vor der herrlichen Kulisse des Rheinfalls und zahlreichen internationalen Touristen einen kurzen, knackigen Prolog vom Rheinfallbecken bis zum Industrieplatz, womit die Startreihenfolge festgelegt wurde.

Tortour wird Namen gerecht

Die Teilnehmer fahren beim größten mehrtägigen Nonstop-Ultra-Cycling-Rennen der Welt in drei Kategorien allein oder abwechselnd in Teams. In der Königskategorie Tortour müssen rund 1000 Kilometer und etwa 13 000 Höhenmeter bewältigt werden. Die Strecke führt an den Bodensee bis nach Altenrhein und entlang den Landesgrenzen zu Österreich und Liechtenstein durch das Glarnerland und über den Klausenpass, ehe die Radsportler auf dem 2224 Meter hohen Sustenpass das Dach der Tour erreichen.

Weiter führt die Route durchs Berner Seeland und den Jura ins Liestal, ehe die letzten Kilometer am Rhein entlang durch den Aargau bis nach Schaffhausen führen. Auf den verkürzten Strecken müssen in der Challenge-Wertung 550 Kilometer und in der Sprintkategorie 390 Kilometer absolviert werden. Unter den rund 450 Teilnehmern ist auch Dirk Küster aus Lauchringen, der mit seinem Spezialized S-Works Edelrenner solo die 550 Kilometer der Challenge-Kategorie bewältigen will.

Radsportlegende wieder dabei

Für den Prolog benötigte er 1:53 Minuten und belegte von 25 Männern den 18. Platz. Den Sonnenaufgang erlebte Küster am Freitagmorgen am Walensee und lag immer noch auf dem 18. Platz. Der prominenteste Starter bei der Tortour ist der fünffache Tour de France Gewinner, Weltmeister und Olympiasieger Miguel Indurain, der wie bereits im Vorjahr mit seinem Vierer-Team Spenden für die Kinder der Laureus Stiftung sammeln will.

Prominentester Starter der diesjährigen Tortour ist die spanische Radsportlegende Miguel Indurain.
Prominentester Starter der diesjährigen Tortour ist die spanische Radsportlegende Miguel Indurain. | Bild: Thomas Güntert

Da alle Teilnehmenden mit einem Tracker ausgerüstet sind, kann der Rennverlauf im Internet (www.tortour.ch) verfolgt werden. Die ersten der Challenge-Kategorie werden bereits am frühen Freitagabend in der IWC-Arena in Schaffhausen erwartet. Die schnellsten Solofahrer werden am Samstag noch vor der Mittagsstunde auf die Zielrampe fahren, die schnellsten Teamfahrer am frühen Samstagmorgen.