Der Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung Abwasserexperte Hans-Jörg Meier zu Gast. Er informierte über den Stand der Sanierung der Kläranlage Mutterslehen, referierte über den anstehenden dritten Teilabschnitt der Kanalbefahrung und stellte die ersten Schritte zur Erstellung des vom Landratsamt geforderten Abwasserbeseitigungskonzeptes vor.

Nach dem Austausch von Belüfter und Gebläse in der Kläranlage Mutterslehen läuft diese nunmehr einwandfrei und die Gemeinde kann mit einer Reduktion des Energieverbrauchs von rund 15 000 Kilowattstunden pro Jahr rechnen. Den dritten und letzten Abschnitt der Kanalbefahrung vergab der Gemeinderat an die Firma Reichel für 13 300 Euro. Er betrifft in der Hauptsache Unteribach und erstreckt sich über eine Länge von insgesamt rund 4000 Meter.

Die Gemeinde ist aufgerufen, ein Abwasserbeseitigungskonzept zu erstellen, in dem sie festzulegen hat, wo eine zentrale Entsorgung wirtschaftlich und gewässerschutztechnisch sinnvoll ist und wo dauerhaft eine dezentrale Lösung angestrebt werden muss. Meier erklärte, Lindau werde wohl auf jeden Fall dezentral bleiben, was bedeutet, dass dort dauerhaft die jeweiligen Eigentümer selbst für die Abwasserbeseitigung verantwortlich zeichnen werden. Er informierte zugleich darüber, dass mittlerweile Pflanzenkläranlagen für solche Fälle am besten geeignet scheinen. Der Rat kam überein, zunächst mit allen Betroffenen, auch den wenigen Anwesen beispielsweise in Oberibach, die noch an die zentrale Entsorgung angebunden werden sollen, Gespräche zu führen, bevor entsprechende Beschlüsse gefasst werden. Meier wird das Landratsamt dahingehend informieren.

Rohre für Breitbandversorgung

Der Ibacher Gemeinderat beschloss, im Zusammenhang mit der Sanierung der Kreisstraße zwischen Unter- und Oberibach die Möglichkeit zu nutzen, nicht nur im Sanierungsbereich, sondern zudem jeweils an den Anschlussstellen Leerrohre für die zukünftige Breitbandversorgung einbringen zu lassen. Diese Arbeiten werden zusätzliche Kosten in Höhe von knapp 13 000 Euro verursachen. Im Bereich der Sanierungsmaßnahme müssen die Arbeiten vor Sanierungsbeginn abgeschlossen sein, weshalb sie schon in den Osterferien geplant sind. Eine kurzfristige Vollsperrung wird sich dabei nicht umgehen lassen.

Die Haushaltssatzung wurde genehmigt mit dem Hinweis darauf, dass die früheren Allmendflächen zukünftig Einnahmen zu erzielen haben werden und entsprechend zu verpachten sind. Die Verwaltung wird sich erkundigen, wie diese Neuregelung in anderen Gemeinden gehandhabt wird. Mit den Löschwasserteichen hat die Gemeinde gute Wasserreserven zur Hand. In die Jahre gekommen ist allerdings die Einzäunung dieser Teiche. Diese wurde vor über 27 Jahren angelegt und soll nun grundlegend erneuert werden. Hierzu plant die Gemeinde Metallstangen aufzustellen, an denen wie zuvor ein Holzlattenzaun befestigt werden soll. Die Materialkosten schätzte Bürgermeister Helmut Kaiser auf 3000 bis 4000 Euro, die Arbeiten werden vom Bauhof in Eigenregie durchgeführt. Ebenso soll der Gemeindebauhof die maroden Schindeldächer auf den Buswartehäuschen und in der Kläranlage erneuern.