Mit Lebensfreude und faszinierenden Variationen ging die Trachtenkapelle Ibach-Wittenschwand in der vollen Gemeindehalle in Ibach auf eine Konzertreise, wozu sie die Klangnuancen zum Thema „Tanzt“ in ein abwechslungsreiches Programm kleideten. Etwas Wehmut war dabei, als Dirigent Andreas Seitz die musikalische Leitung an Michael Schlegel übergab.

Michael Schlegel hat den Taktstock von Andreas Seitz (rechts) übernommen.
Michael Schlegel hat den Taktstock von Andreas Seitz (rechts) übernommen. | Bild: Cornelia Liebwein

Aus zeitlichen Gründen und wegen des weiten Anfahrtswegs von Bad Säckingen übernimmt nun Michael Schlegel die Verantwortung. „Auf jeden Fall war es ein harter Rückschlag, dass Andy uns verlässt, zum Glück haben wir aber gleich einen neuen Dirigenten gefunden“, so Vorsitzender Tobias Müller.

Bühne des Orchesters als Tanzboden

Schon zu Beginn und unter der Taktführung von Seitz, ergaben die Oktaven und der Instrumentenglanz wie aus dem Nichts ein schwebendes, malerisches Stimmungsbild. Schnell wurde die Bühne gedanklich zum Tanzboden. Moderatorin Ronja Wehrle fasste Wissenswertes zu den Stücken in Worte, stets mit einem Augenzwinkern. Zu „The Time Of My Life“ aus dem Film „Dirty Dancing“ fragte sie: Sollte man zwei Musiker die Hebefigur zeigen lassen? Nein, entschied sie, das sei zu riskant, „wir brauchen die Beiden noch“.

Walzerklänge

Unterdessen führten die Dirigenten ihr Orchester zu Klangpirouetten. Während sich das Gehörte zu farbenreichen Klängen addierte, verhalfen sie den Stücken zu Klarheit, Energie und Weite. Bei „Square Dance“ von Kees Vlak wurde die Partitur ebenmäßig straff und präzise wiedergegeben, dann erklang mit „Walzing With Strauss“ Wiener Walzer von Johann Strauss junior, in der Bearbeitung von Walter Kalischning, tongewaltig und schwungvoll. Als Dirigent Andreas Seitz die Fäden in den Händen hielt, kamen die Töne majestätisch daher. Spannung aufbauend, entlockte er seinen Musikern eine große Klangkunst.

Instrumente im Dialog

Indes steuerte das Orchester weitere Sahnehäubchen an, wobei die Musiker den Dialog zwischen den Instrumenten, der Querflöten, Klarinetten, Posaunen, Tenorhörnern und weiteren, deutlich hörbar interpretierten. In der Folge hörten die Zuhörer die dynamische Polka „Tanz noch einmal“ von Josef Poncar, „Blue Night“ von Walter Schneider und Steve McMillan sowie das Musical-Medley „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman und Wolfgang Wössner.

Musical-Medleys

Nach „Catrina Samba“ und „Lord Of The Dance“ übernahm Michael Schlegel den Taktstock. Das Publikum freute sich über das Musical-Medley „Grease“ und das Schillern von „The Time Of My Life“, der Filmmusik zu „Dirty Dancing“ von Frank Bernaerts. Den Musikern war die Souveränität zu Eigen, das große Ganze in den Blick zu fassen und dabei die Breite des Horizonts der musikalischen Formen zu beachten. Dem Klangerlebnis schlossen sich am Schluss des Konzerts drei vom Publikum durch Klatschen geforderte Zugaben an, von Seitz dirigiert. Petra Köpfer und Frank Weber bereicherten sie mit ihrem Gesang.