Künftig müssen die Ibacher einiges mehr fürs Wasser zahlen. Denn der Ibacher Gemeinderat beschloss in seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause eine Erhöhung der Wassergebühren. Aufgrund zunehmender Fehlbeträge in den vergangenen Jahren einerseits und anstehender Sanierungsmaßnahmen andererseits war der bisherige Wasserpreis nun nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Bisher lag die Grundgebühr in Ibach bei 15 Euro jährlich, die Verbrauchsgebühr bei 85 Cent pro Kubikmeter. Nach einer kurzen Diskussion kam der Rat überein, die Grundgebühr auf 72 Euro jährlich anzuheben und die Verbrauchsgebühr auf 1,20 Euro pro Kubikmeter. Durch diese Erhöhung wird beispielsweise ein Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 110 Kubikmetern Mehrausgaben von rund 100 Euro haben.

Vor allem im Blick auf künftig eventuell nötige Förderanträge müsste der Wasserpreis deutlich angehoben werden, damit die Gemeinde in einen förderbaren Kostenrahmen käme, hieß es. Bürgermeister Helmut Kaiser erinnerte daran, dass 2014 ein Druckminderer eingebaut worden war, in diesem Jahr Leitungen in Lindau ausgetauscht werden mussten, und dass für das kommende Jahr Sanierungsmaßnahmen an der Brunnenstube in Lindau anstehen. Außerdem ist im Rahmen der Straßensanierung in der Schwyz im kommenden Jahr der Austausch von Schiebern geplant.

Der Wasserpreis setzt sich generell zusammen aus einer Grundgebühr und einer Verbrauchsgebühr, wobei eine eher hohe Grundgebühr bei vergleichsweise geringer Verbrauchsgebühr beispielsweise Landwirten entgegenkommt, die relativ viel Wasser brauchen.Kaiser betonte, dass auch bei anderen Gemeinden allgemein ein Trend zu verzeichnen sei, die Bereitstellung, die jedem Haushalt zugutekomme, eher höher zu kalkulieren.

Der von Michael Denz vorgelegte Rechenschaftsbericht für das Jahr 2017 ergab eine gegenüber der Planung um 9616 Euro verringerte Zuführung vom Vermögenshaushalt zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes. Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer konnten durch Mehreinnahmen bei Umsatzsteuer, Einkommensteueranteil und Schlüsselzuweisungen ausgeglichen werden.

Die durch Doppelbeschäftigung im Bauhofbereich zustande gekommenen erhöhten Personalausgaben von 2017 sind inzwischen wieder auf normalem Niveau. Die allgemeine Rücklage ist auf 56 500 Euro geschrumpft, eine Summe, die für den Breitbandausbau nicht ausreichen wird, wie Denz anmahnte. Als Ausblick konnte er berichten, dass die Gewerbesteuereinnahmen 2018 wieder höher sind als geplant und die errechnete Zuführung zum Vermögenshaushalt daher erreicht werden könnte.