Ein ausgedehnter Tagesordnungspunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung betraf den Forst. Revierleiter Christoph Wehle stellte den Vollzug 2017 und die Planung 2018 im Gemeindewald vor. Aufgrund des 2016 angefallenen großen Schneebruchhiebs wurde ein Teil des Holzaufkommens von 2016 rechnerisch auf 2017 umgebucht, sodass ein Einschlag von 441 Festmetern mit einem Erlös von 12 600 Euro auf dem Papier steht, nach Abzug aller Kosten ein Überschuss von 8790 Euro.

Die Pläne für 2018

Der Plan 2018 sieht nochmals einen Einsatz am Farnberg mit einem Hieb von 240 Festmetern vor sowie einen Hieb im Bereich Hohrütte mit rund 150 Festmetern. Damit ist für 2018 ein Überschuss von 9060 Euro geplant. Sowohl was den Borkenkäferbefall als auch das angefallene Sturmholz betrifft, so Wehle, sei der Gemeindewald Ibach glimpflich davon gekommen. Am Konzept der Waldwegeinstandsetzung will Wehle festhalten. Er gab indes zu Bedenken, dass das dafür zur Verfügung stehende Konto, das sich aus den Einnahmen der Jagdpachten füllt, kontinuierlich abnimmt, beispielsweise durch die daraus finanzierten Kalkungsaktionen. 2017 hatte eine Waldbegehung mit dem Ziel der Verbesserung der Verbisssituation stattgefunden sowie ein Biosphären-Pflegetag, 2018 steht wieder ein forstliches Gutachten an, das die Sicherung der Tannenverjüngung zum Ziel hat.

Kreisforstamtsleiter Helge von Gilsa vermeldete, dass die Neuregelung des Holzverkaufs gut angelaufen sei, da letztlich in der Neugründung der Waldgenossenschaft Südschwarzwald die Zusammenarbeit von Privat- und Gemeindewald erhalten werden konnte. Als Herausforderung der Zukunft identifizierte von Gilsa hingegen die nach wie vor völlig in der Schwebe befindliche Weiterführung der Beförsterung.

Klar sei, dass der Staatswald neu in 21 Forstabteilungen aufgeteilt werde, wobei Ibach zukünftig mit gleich zwei dieser Betriebsteile konfrontiert sei, da die Grenze mitten durch Ibacher Gebiet verlaufe. Wo und für wen die bisherigen Förster in Zukunft arbeiten werden, sei noch völlig unklar. Gemeinde und Privatwaldbesitzer würden künftig um die Dienstleistungen kämpfen müssen. Nicht nur Holzeinschlag und Verkauf werden kosten, auch die Beratung: „Ein Rundum-sorglos-Paket wie bisher wird es nicht mehr geben“, formulierte er bewusst provokant.

Die Verteilung des Walds in Ibach: 675 Hektar Staatswald, 625 Hektar Privatwald und 115 Hektar Gemeindewald, wovon rund 100 Hektar bewirtschaftbar sind. Da alle Dienstleistungen künftig kostendeckend angeboten werden müssen, stünden Ibach für den Gemeindewald rechnerisch nur noch 0,08 Revierleiterstellen zu. Wegen des geringen Gemeindewaldanteils würde sich diese Zahl auch bei Zusammenschlüssen mehrerer Gemeinden nicht wesentlich verbessern. Eine gemeinsame Suche nach bezahlbaren Strukturen sei unumgänglich. Eine Projektgruppe im Kreis soll sich für den Erhalt des Leistungsumfangs einsetzen. Bürgermeister Helmut Kaiser: „Da liegt noch eine spannende Zeit vor uns“.