Ibach – Der Haushalt 2016 der Gemeinde Ibach konnte dank der insgesamt vorsichtigen Kalkulation mit einem Plus abgeschlossen werden, obwohl die tatsächlichen Gewerbesteuereinnahmen deutlich unter dem angenommenen Betrag geblieben waren. Dafür waren die Schlüsselzuweisungen um nahezu 14 000 Euro höher als erwartet.

  1. .Wie sieht der Jahresabschluss aus? Letztlich konnten dem Vermögenshaushalt 17 440 Euro zugeführt werden, geplant gewesen war hingegen eine Entnahme von 25 000 Euro. Außerdem wurde eine Zuführung an die allgemeine Rücklage von knapp 22 500 Euro möglich. Beim Vermögenshaushalt nannte Rechnungsamtsleiter Michael Denz Ausgabenposten von 9360 Euro für Straßenlampen sowie 15 000 Euro für die Anschaffung weiterer Urnenstelen für den Friedhof.
  2. .Wie sieht die Prognose für 2018 aus? Rechnungsamtsleiter Michael Denz stellte Steuerprognosen des Finanzministeriums vor, die in den kommenden Jahren Mehreinnahmen bei Gewerbesteuer und Einkommensteuer vorsehen. Die aktuelle Planung des Haushalts 2018 setzt auch in Ibach höhere Einnahmen im Bereich Einkommensteuer und Schlüsselzuweisungen an. Der Plan für 2018 sieht eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 37 000 Euro vor. Zusammen mit einer großzügigen Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 141 000 Euro soll diese Summe im Wesentlichen als Eigenmittelanteil in den Breitbandausbau fließen.
    Für die Sanierung von Gemeindestraßen ist ein Antrag an den Ausgleichsstock in Höhe von 270 000 Euro geplant.
  3. .Was steht 2018 an? Die Ansätze für 2018 sind weitgehend dieselben wie im Vorjahr. Lediglich beim Skiliftbetrieb sind 5000 Euro zusätzlich eingeplant für die Erneuerung des vom TÜV beanstandeten Seils. In der Finanzverwaltung ist mit Mehrausgaben zu rechnen wegen der Umstellung der Haushaltsrechnung auf die Doppik im Jahr 2019. Für die Vermögensbewertung und die Eröffnungsbilanz müssen zusätzliche Kräfte aktiviert werden, für die Schulungskosten und Hilfen von außerhalb nötig sein werden. Dagegen kann der Ansatz beim Bauhof reduziert werden, da eine übergangsweise Doppelbeschäftigung zwecks Einarbeitung dann beendet ist. Aufgrund des steigenden Bedarfs wurde der Ansatz für den Kindergarten ebenfalls leicht erhöht.
  4. .Was wurde 2017 erreicht? Bürgermeister Helmut Kaiser gab bekannt, dass eine Wohnung für zwei Asylbewerber angemietet werden konnte. In einem kurzen Jahresrückblick erinnerte Kaiser an die Förderzusage für den Breitbandausbau in Ibach in Höhe von 1 526 470 Euro, an die Fertigstellung der Straßensanierungsmaßnahmen in Mutterslehen sowie an den Erhalt von Mitteln aus dem Ausgleichsstock zur Sanierung der Straße in der Schwyz. Die Erarbeitung des Kanalschadenskatasters war 2017 vorangetrieben worden, ein erster Biosphärenpflegetag hatte stattgefunden. Das Natura-2000-Klassenzimmer sei nach wie vor gut nachgefragt worden, man habe die Einfriedungen der Löschwasserteiche erneuert und sich an der Vereinsgründung der Ferienwelt Südschwarzwald beteiligt. Der CDU-Ortsverband habe sein 50-jähriges Bestehen feiern können, ein Wermutstropfen sei die Schließung des "Hirschen" in Mutterslehen gewesen. Mit der Hoffnung, dass dort 2018 wieder Leben einziehen werde, ging Kaiser vom Rückblick 2017 auf die Vorschau für 2018 über.

Erfreulich sei die steigende Kinderzahl, die Ausweisung eines Baugebietes stehe an, ebenso das Partnerschaftsjubiläum mit Pohrsdorf. Hinsichtlich des Breitbandausbaus sei die kuriose Situation eingetreten, dass nicht die Mittel das Problem seien, wohl aber die Kapazität von Planern und Unternehmern am Anschlag angekommen sei, weshalb nun Geduld gefordert sein könnte. Hauptsache wäre indes, dass der Ausbau überhaupt erfolgen könne. Zum Schluss dieser letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2017 bedankte sich der Bürgermeister bei den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit.