Das Soziale Projekt „Pfarrwiese“ ist auf der Zielgeraden angekommen. Bewohner können ab Oktober in die ambulant betreuten Pflegewohngruppen einziehen. Nun hatten Interessenten, ihre Angehörigen und Bürger aus der Gemeinde Hohentengen a.H. die Möglichkeit, die Baustelle zu besichtigen.

Rund 20 Interessierte nehmen die Gelegenheit wahr, um das Herzstück des Sozialen Projekts „Pfarrwiese“ an der Hauptstraße in Hohentengen a.H. zu besichtigen.
Rund 20 Interessierte nehmen die Gelegenheit wahr, um das Herzstück des Sozialen Projekts „Pfarrwiese“ an der Hauptstraße in Hohentengen a.H. zu besichtigen. | Bild: Vanessa Amann

Architekt Peter Schanz führte die Gruppe durch die beiden Wohngruppen und informierte über den derzeitigen Baufortschritt. Zudem konnten die rund 20 Teilnehmer ihre Fragen an Bürgermeister Martin Benz und Yvonne Vollmer, Leiterin des Eigenbetriebs „Gemeindeentwicklung“, richten. Bei anschließendem Kaffee und Kuchen beantworteten Projektleiterin Sarah Stärk-Fink und Carmen Zipfel, die als Teamleiterin der Wohngruppen eingesetzt wird, alle Fragen rund um die Betreuung.

Individualität steht im Vordergrund

„Wir setzten hier auf Qualität und wollen den Bewohnern ein Gefühl von Heimat vermitteln“, erklärt Schanz während des Rundgangs. Konkret bedeutet dies die Verlegung von 1200 Quadratmetern Eichenparkettboden und gefertigten Einbaumöbeln aus der Schreinerei. „Nichts kommt im Wohn- und Essbereich von der Stange“, informiert auch Yvonne Vollmer. Zudem waren die Teilnehmer beeindruckt von der Akustik in der rund 70 Quadratmeter großen Wohnküche, in der es trotz Rohbau kaum schallte. Grund hierfür sind die gelochten Gipsplatten, die den Schall absorbieren und deshalb als Akustikdecken bekannt sind, erläutert der Architekt. Während der Begehung wurde zudem der Unterschied zwischen einem Pflegewohnheim und den neu entstehenden Senioren-Wohngruppen deutlich.

„Der größte Unterschied liegt in der Individualität“, so Martin Benz. Die zukünftigen Bewohner richten ihre Zimmer selbst ein und erledigen, soweit möglich, tägliche hauswirtschaftliche Aufgaben eigenständig. „Sie dürfen und müssen mitentscheiden, denn die Präsenzkräfte sind lediglich Gäste in den Wohngruppen“, so Stärk-Fink vom Caritasverband Hochrhein. Die Selbstbestimmung der Senioren gehe dabei nicht verloren und dennoch seien 24-Stunden-Betreuungspersonen anwesend, die bei Bedarf unterstützen und Sicherheit vermitteln. So sei gerade auch die Gestaltung eines harmonischen und abwechslungsreichen Alltags ein Anliegen der Caritas Hochrhein als Anbieter.