Vom Planungsbüro Kaiser Tiengen wurden bereits 2019 vier verschiedene Varianten für die Strecke von Hohentengen nach Stetten vorgestellt. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die südlich der L 161 a verlaufende Variante aus (von Hohentengen Richtung Stetten fahrend rechts des Grabens). Der Radweg wird bis zur Einmündung der Stichstraße Richtung ehemalige Schule geführt. Hier geht es ein kurzes Stück rechts, dann links durch die Stiglerstraße zur Dorfstraße, wieder links zur Kreuzung Dorfstraße/Bergöschinger Straße – L 161 a.

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Inzwischen wurden Vorplanung und Fördermöglichkeiten mit dem Regierungspräsidium abgesprochen. Gegenüber der ursprünglichen Planung eines reinen Radweges wurde in einer Kooperationsvereinbarung mit dem Land festgelegt, den ersten Abschnitt des Weges Richtung Stetten als Rad-Wirtschaftsweg in einer Breite von 3,00 Metern auszubauen und ab Höhe Grassergraben als Rad-Gehweg mit einer Breite von 2,50 Meter weiterzuführen. Vorgesehen ist auch eine Überquerungshilfe über die L 161 a am Ortsausgang von Hohentengen.

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Nächster Schritt ist die endgültige Abstimmung mit dem Regierungspräsidium. Dann wird die Gemeinde in Sachen Grunderwerb tätig werden und die Eigentümer zu einer Informationsveranstaltung einladen. Stimmen alle Grundstückseigentümer zu, kann ein einfaches Genehmigungsverfahren durchgeführt werden. Frühester Baubeginn könnte dann Mitte 2022 sein, schätzte Ernst Kaiser. Sollten nicht alle Grundstücke zu erwerben sein, gibt es ein Planfeststellungsverfahren, das den Bau deutlich verzögern würde. Die Bauzeit werde zirka ein Jahr betragen.

Der notwendige Landschaftspflegerische Begleitplan ist bereits in Arbeit, informierte Landschaftsarchitekt und Gemeinderat Christian Burkhard. So werden Böschungen und Bankette begrünt und mehrere Baumreihen entlang der Strecke eingefügt. Ein Teil der erforderlichen Ökopunkte sollen monetär abgelöst werden. Außerdem muss noch ein Sicherheitsaudit durch die Behörden erfolgen.

Durch Umplanungen und Kostensteigerungen liegen die Kosten für die Maßnahme mittlerweile bei rund einer Million Euro inklusive des Grunderwerbes, rund 60.000 Euro wären von der Gemeinde zu tragen.