Es war vorauszusehen, und dennoch: Die Absage des dreitägigen traditionellen Lienheimer Dorffestes, das an diesem Wochenende stattgefunden hätte, schmerzt. Statt Aufbau für das große Fest wurde erstmals wieder eine Probe für das Orchester angesetzt – unter strengen Auflagen und im Freien. Mitte Mai traf der Vorstand die schwere Entscheidung, das seit über 60 Jahren immer am letzten Juniwochenende stattfindende Dorffest abzusagen. Es war abzusehen, dass es keine Erlaubnis geben würde, sagt Vorsitzende Sabrina Bernauer.

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Da das große Festzelt noch nicht reserviert war, der Samstagabend wieder mit einem Menschenkickerturnier gestaltet werden sollte und die befreundeten Musikvereine ihren Auftritt am Sonntag auf das nächste Jahr verschieben können, waren zumindest keine Unkosten entstanden. Allerdings fehlt jetzt die Haupteinnahmequelle des Vereins. „Wenn wir in den letzten Jahren nicht so gut gewirtschaftet hätten, könnten wir das nicht wegstecken“, ist Sabrina Bernauer froh.

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Am Dienstag wäre erster Aufbautag für das große Fest gewesen. Stattdessen wurde jetzt nach 14 Wochen Pause die erste Open-Air-Gesamtprobe unter Dirigent Paul Maurer auf dem Parkplatz vor dem Dorfhaus angesetzt, unter den strengen Hygienerichtlinien für Blasmusikvereine. Zuschauer sind dabei nicht erlaubt, der Platz ist mit einem Band abgesperrt. Jeder Stuhl ist gemäß den Markierungen in ausreichendem Abstand platziert, das Vereinsheim darf nur mit Maske und im Einbahnverkehr betreten werden. Die Musiker müssen schriftlich die Kenntnis der Vorschriften bestätigen. Und es muss einen konkreten Anlass für die Probenarbeit geben. Das ist für die Lienheimer ihr Adventskonzert. Bei schlechtem Wetter geht es zur Registerprobe in das Bürgerhaus.