Voraussichtlich Mitte September wird die Seelsorgeeinheit Küssaberg-Hohentengen St. Christophorus mit Pfarrer Martin Metzler (37) eine neue Leitung bekommen. Derzeit ist er in der Seelsorgeeinheit Bad Säckingen-Murg als Kooperator tätig. Auf Anfrage der Erzdiözese Freiburg und nach kurzer Bedenkzeit hat er sich entschieden, hier seine erste eigenständige Pfarrstelle anzutreten.

Ende Oktober letzten Jahres verabschiedete sich Pfarrer Marcus Maria Gut nach 12 Jahren als Leiter der Seelsorgeeinheit, um seine neue Wirkungsstätte in Wollmatingen-Allensbach anzutreten. Die seelsorgerische Betreuung, bis ein Nachfolger gefunden wird, übernahm Pater Anoop zusammen mit Diakon Wolfgang Spitznagel und Gemeindereferent Reinhard Lang.

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Vor drei Wochen kam die Anfrage der Personalabteilung der Erzdiözese Freiburg an Martin Metzler, ob er sich vorstellen könne, die vakante Pfarrstelle der Seelsorgeeinheit Küssaberg-Hohentengen zu übernehmen. „Das war sehr überraschend, und ich war etwas erschrocken, da ich gar nicht darauf vorbereitet war. Eigentlich war die Stelle als Kooperator zur Unterstützung von Pfarrer Berg noch für zwei bis drei Jahre geplant“, bat er sich eine Bedenkzeit aus. Nach dem Ablegen seines Pfarrexamens 2017 wollte er vorerst noch kein eigenes Pfarramt übernehmen.

In der katholischen Kirche St. Maria in Hohentengen finden nach der Corona-Zwangspause wieder Gottesdienste statt.
In der katholischen Kirche St. Maria in Hohentengen finden nach der Corona-Zwangspause wieder Gottesdienste statt. | Bild: Sabine Gems-Thoma

„Andererseits ist es schön, wenn man das Vertrauen bekommt.“ Die Leitung einer Pfarrei bringe viele neue Aufgaben mit sich, vor allem in Sachen Verwaltung. „Ja, mit Gottes und der Menschen Hilfe traue ich mir das Amt zu“, entschied sich der junge Geistliche und war dann ein weiteres Mal überrascht, wie schnell der Wechsel von der Erzdiözese öffentlich kommuniziert wurde. „Ich hätte die Entscheidung lieber in Ruhe mitgeteilt“, bedauert er.

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Vor seiner Entscheidung traf er sich mit Mitgliedern der Seelsorgeeinheit in Rheinheim und suchte zusammen mit einem Freund die Gemeinden auf, um sich ein erstes Bild zu machen. „“Ich habe gleich im ersten Moment gedacht, ja, das passt“. Die Rücksprache mit Pfarrer Gut, der ihm schon als einer seiner Vorgänger als Vikar in Empfingen bekannt war, bestärkte ihn. „Er hat begeistert von seiner Zeit am Hochrhein erzählt.“ Und auch Pfarrer Peter Berg, Leiter des Dekanats Waldshut und Pfarrer der Seelsorgeeinheit Bad Säckingen-Murg, bestätigte ihn in seiner Entscheidung.

Vorfreude auf neue Stelle

„Ich freue mich jetzt auf die neue Stelle. Die Region ist mir vertraut. Die Not der Zeit ist überall die gleiche. Ich kann sagen, ja, das passt und ist stimmig.“ Wohnen wird Pfarrer Martin Metzler, der sehr aufgeschlossen und lebhaft erzählt, im Pfarrhaus in Rheinheim.

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Jetzt wird er mit den Pfarrgemeinderäten und seelsorgerisch Tätigen das Gespräch suchen. Und wünscht sich: „Das wir in der Seelsorgeeinheit gemeinsam Christus leben, verkünden und Kirche gestalten.“

 

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