Der DRK-Kreisverband Waldshut hielt vor Kurzem seine Kreisversammlung in Hohentengen ab. Dazu kamen die Delegierten aus den 16 DRK-Ortsvereinen in die frisch renovierte Mehrzweckhalle. Auch dieses Jahr fand die Versammlung aufgrund der Zugehörigkeit des DRK zur kritischen Infrastruktur nur im eingeschränkten Rahmen statt. Viel Lob für das Durchhaltevermögen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter während der Corona-Pandemie äußerte Landrat und Vorsitzender Martin Kistler.

Kistler dankte dem DRK-Ortsverein Hohentengen, der die Veranstaltung ausgerichtet hatte. Zudem begrüßte er die Bürgermeister Martin Benz (Hohentengen) und Tobias Gantert (Ühlingen-Birkendorf) sowie Günter Kaiser als ehemaligen Vorsitzenden.

Helfer leisten 20.000 Stunden

In seinem Jahresbericht fasste Martin Kistler die Höhepunkte des Geschäftsjahres zusammen. Der Kreisvorsitzende ging auf den stets „geduldigen Einsatz“ der Abteilungen des Kreisverbandes während der Corona-Zeit ein. Neben den hauptamtlichen Leistungen hob er aber auch die geleistete Stundenanzahl der ehrenamtlichen Helfer hervor: 20.000 Stunden investierten Mitglieder ihrer zum Teil knapp bemessenen Freizeit neben Beruf, Schule und anderweitigen Verpflichtungen, lobte der Vorsitzende. Zudem verkündete er, dass der Dogener Waldkindergartens zum Jahresbeginn 2023 eröffnet werden soll.

Kreisbereitschaftsleiter Hans-Werner Schlett blickte in einer Präsentation auf die Übung zur kreisübergreifenden Hilfe an der Linachtalsperre zurück. Dabei verdeutlichte er, wie vielfältig die Aufgaben des Katastrophenschutzes sind. Die jüngsten Ereignisse im In- und Ausland zeigten, wie wichtig es ist, dass eine übergreifende Hilfe mit anderen Einheiten funktionieren sollte, so Schlett. Neben der überwiegend positiven Darstellung äußerte der stellvertretende Vorsitzende aber auch Kritik und regte weitere Optimierungsoptionen von Material und Infrastruktur beziehungsweise zum Trocknen der nass gewordenen Zelte an. Martin Kistler berichtete, dass die Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer insgesamt einen guten Eindruck vom geübten Szenario gehabt habe und solche Übungen öfter stattfinden sollten.

Der hauptamtlich bestellte Geschäftsführer Stefan Meister berichtete über die Finanzsituation des Kreisverbands. Anschließend wurden dem Haushalt und dem Wirtschaftsplan die Zustimmung einstimmig durch die Kreisversammlung erteilt. Hohentengens Bürgermeister Martin Benz beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes.

Ehrenabzeichen in Gold und Silber

Im Anschluss wurden einige verdiente Mitglieder geehrt. In der Versammlung anwesend waren drei der sechs zu ehrenden Mitgliedern. Sie nahmen stolz ihre Verdienstabzeichen entgegen. Ralf Rieple (Ortsverein Waldshut) und Johann Duttlinger (Ortsverein Stühlingen) wurden mit dem Ehrenabzeichen in Gold geehrt. Katharina Kaiser (Ortsverein Wutach), Ellen Kleis (DRK-Kleiderladen), Karin Hoffmann (Ortsverein Tiengen) und Elisabeth Schumann (Übungsleiterin Gesundheitsprogramme) wurden für ihre besonderen Verdienste mit dem Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet. Martin Kistler dankte den Geehrten mit einem Blumenstrauß und einem Weinpräsent.

Zum Abschluss bedankte sich der Kreisvorsitzende für die „angenehme Zusammenarbeit“ im Corona-Stab und den unermüdlichen Einsatz bei Coronatests und -impfungen: „Jawoll, dieses Virus bekämpfen wir!“ Aber nicht nur hier habe das Rote Kreuz wertvolle Arbeit geleistet: Es gibt in Zeiten der Unsicherheit durch Krieg, Energiekrise und auch Alltäglichem eine Orientierung an verlässlichen Menschen. „Danke für ein gutes Miteinander“, so Kistler.