Nach kurzer schwerer Krankheit starb am 1. November im Alter von 84 Jahren Schmiedemeister Manfred Meier. Jahrzehntelang war er Vorsitzender der Trachtengruppe Hohentengen und weithin bekannt durch sein Alphornspiel. Zeit seines Lebens war er leidenschaftlich für die Pflege des Brauchtums engagiert.

Schmied sein Wunschberuf

Geboren wurde er am 30. September 1936 in Stetten und erlernte im elterlichen Betrieb seinen Wunschberuf Schmied. Nach bestandener Meisterprüfung machte er sich in Hohentengen 1962 als Schmied und Bauschlosser selbstständig. Mit Stolz blickte er auf die lange Tradition des Schmiedehandwerks in der Familie zurück, das 1893 von seinem Großvater Friedrich Meier gegründet wurde und heute von seinen Söhnen Jürgen und Martin weitergeführt wird. Bis zuletzt wirkte Manfred Meier im Schlosserei- und Schmiedebetrieb tatkräftig mit. Ein schwerer Schlag war es für ihn, als 2009 seine Frau Cäcilia unerwartet verstarb.

Engagiert in vielen Vereinen

Dem kulturellen Leben in der Gemeinde war Manfred Meier sehr verbunden. Er war viele Jahre im Gesangs-, Musikverein und dem Jodlerclub Zurzach aktiv und tanzte in der Volkstanzgruppe Rafzerfeld mit. 1977 gründete er die Trachtengruppe Hohentengen und richtete mit ihr viele schöne Feste aus.

Seine große Leidenschaft war das Alphornspielen, zu dem er zufällig durch eine Radiosendung stieß und 1965 beschloss, dieses schwierige Instrument zu erlernen. Als erster Deutscher wurde er in den Eidgenössischen Jodlerverband aufgenommen und nach über 50-jähriger Mitgliedschaft zum Ehrenveteran ernannt. Zweimal waren auf seine Einladung an die 100 Alphornbläser der Alphornvereinigung Nordwestschweiz zu Gast in Hohentengen und boten ein eindrückliches Konzert, zuletzt 2019.

Urkunde für Verdienste

20 Jahre war Manfred Meier Kreisobmann des Bundes Heimat und Volksleben, einige Jahre zudem stellvertretender Vorsitzender und Kulturwart der Trachtengruppen und Kapellen in Baden-Württemberg. 1999 wurde ihm vom Landrat die silberne Ehrenmedaille mit Urkunde für außerordentliche Verdienste um Tracht und Brauchtum verliehen.

Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im Familienkreis auf dem Friedhof von Hohentengen statt.