Mit dem Ersatz der Überschussschlammentwässerung wird ein weiterer Schritt zur Ertüchtigung der Kläranlage Hohentengen getan. Das Anlagenteil ist in die Jahre gekommen, die Anzahl der angeschlossenen Einwohner aus Hohentengen und den sieben schweizerischen Nachbargemeinden gestiegen. 167.715 Euro werden dafür investiert. Viel ist in den vergangenen Jahren in Werterhaltung und Unterhaltungsmaßnahmen der Gemeinschaftskläranlage investiert worden, unter anderem in die Sanierung der Betonwände der Becken und verschiedene Instandhaltungsarbeiten.

Leistung reicht nicht mehr aus

Jetzt soll die Überschussschlammentwässerung der Kläranlage erneuert werden, da die Leistung altershalber und zum anderen aufgrund der gestiegenen Anzahl der angeschlossenen Einwohner nicht mehr ausreicht. Markus Rosenberg vom Ingenieurbüro Holinger AG, die seit Jahrzehnten die Anlage mit ihren Ingenieursleistungen betreut, erläuterte im Gemeinderat die Maßnahmen und Kosten. Den Zuschlag für die Erneuerung und Einbindung in das Prozessleitsystem erhielt die Firma Eliquo Stulz GmbH aus Grafenhausen zum Preis von 167.715 Euro. Der Einbau wird voraussichtlich im Januar starten.

Weitere Maßnahmen

Ab 2022 sind unter anderem der Ersatz der Blockheizkraft-Werke, verschiedener Pumpen und Maschinenteile vorgesehen, die Ertüchtigung der Außenwerke und die Aufstellung eines Bewirtschaftungskonzeptes für die Verbandsanlagen der Kläranlage sowie Maßnahmen zum Explosionsschutz. Insgesamt belaufen sich die Kosten dafür auf 1,375 Millionen Euro. 2022 und 2023 sollen je 500.000 Euro investiert werden, 2024 die restlichen 375.000 Euro. Die Kosten werden auf die acht an die Gemeinschaftskläranlage angeschlossenen Gemeinden, davon sieben schweizerische Nachbargemeinden, nach Abwasseranfall aufgeschlüsselt und umgelegt. Der Anteil der Gemeinde Hohentengen beträgt rund 25 Prozent.

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Gemeinderätin Rosi Drayer (SPD) wollte in der Sitzung wissen, wieviel Reserve die Anlage noch habe. Dies sei je nach Anlagenteil unterschiedlich, erläuterte Markus Rosenberg. Schwachpunkt sei die biologische Reinigung, das müsse angegangen werden. In zehn Jahren werde sie nicht mehr ausreichend sein.

Thema werde zukünftig sicher auch die Mikroverunreinigungen durch Arzneimittelrückstände. In Sachen Phosphorrückgewinnung soll eine zentrale Anlage für den Landkreis in Bonndorf entstehen, merkte Bürgermeister Martin Benz an.

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