Fußball ist ihre Leidenschaft. Umso bitterer war es, dass die Kicker des FC Hochrhein Hohentengen-Stetten nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie ihre Füße für einige Wochen still halten mussten. Und die Großveranstaltung über Pfingsten, das Stetten-Turnier, musste ausfallen. Hinter dem Weinfest am zweiten Septemberwochenende steht noch ein dickes Fragezeichen.

Pfingstspektakel steht im Abseits

Auf das Pfingstspektakel hatte sich der FC Hochrhein lange vorbereitet und gefreut. Es ist das Sport- und Gesellschaftsereignis, das die Fußballer im Bohnenviertel begeistert. Sechs Vereine der baden-württembergischen Gemeinden mit dem Namen Stetten treffen sich jedes Jahr zum sportlichen Wettstreit. Alle sechs Jahre richtet der FC Hochrhein das Turnier aus.

Alles war schon durchgeplant

Dann kam Corona und stellte alles ins Abseits. „Es war am Anfang ein großer Schlag“, berichtet Martin Burkhard, einer der drei FCH-Vorsitzenden. Der größte Teil der Vorbereitungen unter der Regie von Heinz Albiez sei abgeschlossen gewesen. „Alles war durchgeplant“, sagt Burkhard.

Ein schwacher Trost: Finanziell erleidet der Verein durch die Absage keinen Schaden. Die Verträge mit den Musikern und Lieferanten konnten rechtzeitig aufgelöst werden. Und die Partnervereine signalisierten dem FCH, dass er das große Turnier 2021 nachholen darf.

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Ob und wie das in der Region bekannte und beliebte Weinfest, das die Fußballer und der Musikverein Hohentengen-Kaiserstuhl jedes Jahr ausrichten, über die Bühne gehen kann, ist unklar. Burkhard: „Das Organisationskomitee ist sich einig: Das Fest kann nicht im gewohnten Rahmen stattfinden. Vielleicht gibt es eine abgespeckte Version. Mal sehen.“

Vollstes Verständnis für Lockdown

Für den Lockdown habe Burkhard bei allen Einschränkungen in allen Lebensbereichen vollstes Verständnis gehabt. „Da gibt es keine zwei Meinungen“, sagt er. Er sieht es auch positiv. Meetings oder Vorstandssitzungen via Skype oder anderer Teamsoftware hätten einen gewissen Charme. „Man kann sich überlegen, ob man für gewisse Angelegenheiten auch künftig online geht und sich die Wege spart.“

Finanziell gut aufgestellt

Vielmehr vermisste er, wie viele, das Gesellige, den sportlichen Wettkampf und Kontakt mit anderen Vereinen. „Das Drumherum hat deutlich gelitten“, weiß der Vorsitzende des FC Hochrhein. Natürlich fehlten auch Einnahmen wie Eintrittsgelder oder Erlöse aus dem Vereinsheimbetrieb. Immerhin: Beim großen Narrrentreffen in Hohentengen habe der Verein die Kasse füllen können.

Burkhard versichert: „Finanziell sind wir sehr gut aufgestellt. Da mache ich mir keine Sorgen.“ Bedenken habe Martin Burkhard einzig, ob vielleicht einige die ruhige Coronazeit genossen hätten und nicht mehr kommen würden.

Kicker trainieren seit wenigen Wochen wieder

Allmählich kehrt der Fußballalltag wieder ein. Die Mitglieder dürfen das tun, was sie lieben: Kicken. Die „Erste“ hat das Training vor wenigen Wochen wieder aufgenommen. Der Vereine hat ein Hygienekonzept vorgelegt und die Freigabe von der Gemeinde bekommen. Das Vereinsheim in Hohentengen ist wieder geöffnet.

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Sportlich gesehen waren die Fußballer der „Ersten“ nach der Abstimmung beim Verbandstag sicher erleichtert. Die Saison ist abgebrochen worden. Es gibt keine Absteiger. Das heißt der FC Hochrhein spielt weiter in der Bezirksliga.

Mittlerweile gibt es weitere Lockerungen. Die Fußballer dürfen wieder mit Kontakt in 20er-Gruppen trainieren. Laut neuer Verordnung vom 1. Juli sind auch wieder sportliche Wettkämpfe mit bis zu 100 Sportlern und 100 Zuschauern möglich. Vielleicht ist bald alles wieder wie vor Corona.

Informationen im Internet:
http://www.fc-hochrhein.de