Zu schnell, zu laut, zu viele: Mit einem Schreiben wenden sich Lienheimer Bürger an Bürgermeister und Gemeinderäte, um den Lärmbelastungen durch den zunehmenden Verkehr durch Lienheim Einhalt zu gebieten. 76 Unterstützer aus der Rheintalstraße fordern ein Tempolimit durch die Ortschaft.

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Gemeinderätin Rosi Drayer übergab im Namen der Lienheimer Gemeinderäte einen Brief mit 76 Unterschriften von Anliegern der Rheintalstraße an Bürgermeister Martin Benz. Andreas und Sylvia Scheuble hatten die Initiative ergriffen und die Unterschriftenaktion gestartet. Der Leidensdruck sei mittlerweile sehr groß: „Man kann aufgrund des Verkehrslärms nicht mehr bei geöffnetem Fenster schlafen oder fernsehen“, so die Scheubles. Besonders störend seinen Autos und Motorräder mit umgebauten Auspuffanlagen sowie Traktorfahrten frühmorgens und spät in der Nacht.

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Der ständige Lärm habe Folgen für die Gesundheit und bringe Einbußen bei der Vermietung von Wohnungen und Häusern. Zudem nehme das Unfallrisiko für Fußgänger, Radfahrer und die Schul- und Kindergartenkinder, die die Straße überqueren müssen, zu.

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Bürgermeister Martin Benz zeigte Verständnis und versprach, dass man sich des Themas annehme: „Es wird jedoch Zeit brauchen, bis hier etwas bewegt werden kann.“ Zunächst sollen die Verkehrszahlen mittels des gemeindeeigenen Messgerätes erhoben werden, sobald die Umleitung wegen der Straßensperrung nach Grießen aufgehoben wird. Dann werde die Verwaltung das Anliegen in der nächsten Verkehrsschau vorbringen.

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Allerdings ist die Rheintalstraße eine Landesstraße, Maßnahmen, wie die Einrichtung einer Tempo-30-Zone, liegen nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. „Wir alle werden das Anliegen unterstützen, allerdings wird es nicht leicht werden und bedeutet das Bohren dicker Bretter“, sagte Benz.

Oswald Scheuble monierte, dass der Sportplatzweg bis zur Hauptstraße illegal befahren werde. „Wir sind hier aktiv und verhängen Bußgeldbescheide bei einer Anzeige. Das Ordnungsamt wird personell verstärkt. Leider sind die verhängten Bußgelder bei uns viel zu niedrig“, sagte der Bürgermeister.

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