Die Anregung des Gemeinderats Hohentengen, schon frühzeitig die Wünsche für den nächsten Haushaltsplan einzubringen, hat die Verwaltung gerne aufgegriffen. In der jüngsten Sitzung brachten die Fraktionen ihre Anliegen vor. Vieles davon war nicht grundsätzlich neu.

Unter anderem sollten der Campingplatz am Rheinufer in Hohentengen und der Kiosk- und Sanitärtrakt des Schwimmbads umgestaltet werden. Das Rathaus soll energetisch saniert und weitere Parkplätze beim Rathausareal angelegt werden, dies brachte Elmar Maier für die CDU-Fraktion ein. Solarenergie- und Wärmepumpen für Gemeindegebäude sollten ein Thema für den Haushalt 2023 sein, über den Ausbau des Kindergartens Lienheim diskutiert und die Ausweisung des Lienheimer Baugebiets „Untere Lenggen“ vorangebracht werden. Aufforstung und Pflege des Waldes und der Wald- und Feldwege sprach Maier an, den Bau des Radweges Hohentengen – Stetten und den Abschluss der Bauarbeiten an den Gebäuden.

Die Freien Wähler möchten, dass das „Rundumele“ oberhalb von Hohentengen neu gestaltet und eine zweite Wassertretstelle eingerichtet wird. Ausstehend sei, so Fraktionsvorsitzender Christian Brädler, ein Bürgerhaus auch für den Ortsteil Hohentengen. Auch die Freien Wähler wünschen sich eine Umgestaltung von Kiosk- und Sanitärbereich im Hohentengener Schwimmbad. Wichtig sei die Fortführung des Parkkonzeptes der Gemeinde und ein Konzept für die Verkehrssituation beim Grundstück Pfarrwiese an der Hauptstraße in Hohentengen.

In allen Ortsteilen sollten Defibrillatoren platziert werden. Den Wunsch nach einer Wassertretstelle in Lienheim brachte Rosi Drayer für die SPD-Fraktion ein. Brandschutz, Isolation und neue Fenster seien für die Schule in Lienheim ein Thema. Vorankommen sollte man in Sachen digitale Sitzungsunterlagen und sich Gedanken über die Kommunikationswege zur Bevölkerung in einem Katastrophenfall machen. Zu klären sei, inwieweit die Gemeinde Geld für die zweite Hochrhein Triennale im Jahr 2024 einsetzten möchte.

Vieles sei bereits genannt worden, resümierte Fraktionsvorsitzender Peter Schanz von den Grünen. Für Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindegebäuden sehe er noch großes Potenzial. Ein Wunsch ist, dass jedes Jahr 30 bis 50 Bäume auf Gemeindegrundstücken gepflanzt und verkehrsbegleitende Rabatten mit weiteren Insektenweiden bepflanzt werden. Liesa Sutter (Grüne) wies auf die Einrichtung weiterer Ladestationen hin und dass das nächste Gemeindefahrzeug ein Elektroauto sein sollte. Wünschenswert wäre auch ein Zuschuss für Eltern, die für ihre Kinder Stoffwindeln benutzen, um Müll zu vermeiden, wie es das bereits in Waldshut-Tiengen gäbe.

„Ich habe nichts gehört, was nicht sinnvoll wäre“, kommentierte Bürgermeister Martin Benz die Wunschlisten der Fraktionen. Allerdings sei die finanzielle Situation der Gemeinde noch offen. „Was realisiert werden kann, dafür haben wir noch genügend Zeit, um miteinander zu diskutieren.“