Die Feuerwehr der Gemeinde Hohentengen ist gut aufgestellt. Das zeigt die Analyse für den neuen Brandschutzbedarfsplan durch die Firma Forplan, die jüngst im Gemeinderat vorgestellt wurde. Kritisch ist die Tagesverfügbarkeit der 85 Einsatzkräfte zu sehen, da viele der ehrenamtlichen Feuerwehrleute auswärts beschäftigt sind. Für die Gewinnung aktiver Feuerwehrleute leistet die Jugendabteilung den wesentlichen Beitrag.

Das muss die nächsten Jahre getan werden

Da die Aufstellung des Brandschutzbedarfsplanes immer höhere Anforderungen stellt, wurde im Gemeinderat beschlossen, die Erstellung, die alle fünf Jahre zu erfolgen hat, an die Fachfirma Forplan zu vergeben. Für diese fasste Patrik Habeth die Ergebnisse der Zustandsanalyse zusammen und gab Empfehlungen, was in den nächsten Jahren zu tun ist.

Gefordert war die Wehr im Jahresdurchschnitt bei fünf Brandeinsätzen, 12,8 technischen Hilfeleistungen und 4,8 Fehlalarmen, so dass sie statistisch gesehen alle 16 Tage zum Einsatz kam.

2014 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus in Lienheim eingeweiht. Ebenso wie das Gebäude in Hohentengen zeigt es eine sehr gute ...
2014 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus in Lienheim eingeweiht. Ebenso wie das Gebäude in Hohentengen zeigt es eine sehr gute Funktionalität und Ausstattung. | Bild: Sabine Gems-Thoma

100 Prozent der bebauten Gemeindefläche können innerhalb der Hilfsfrist von zehn Minuten erreicht werden, abhängig von der Verfügbarkeit der Einsatzkräfte. Diese sei werktags zwischen 6 und 18 Uhr nicht immer ausreichend gegeben. Von den 85 Einsatzkräften sind 17 plus sechs Schichtarbeiter in der Gemeinde tätig. Hier seien Verbesserungen anzustreben. Zurückliegend betrachtet gab es nahezu keine Überschreitung der Eintreffzeiten.

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Sehr positiv sei die gute Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr zu bewerten mit 16 Jugendlichen aus allen Ortsteilen. In den vergangenen fünf Jahren kamen neun Jugendliche zu den Aktiven. In den vergangenen zehn Jahren durchliefen 64 Prozent aller Einsatzkräfte die Jugendfeuerwehr.

Die Feuerwehr Hohentengen

Im Hinblick auf die Entwicklungsstruktur der Abteilungen zeigte sich, dass die drei kleineren Abteilungen Bergöschingen, Günzgen und Herdern aufgrund der Altersstruktur und des Ausbildungsstandes kritisch zu sehen sind. Hier war die Empfehlung, Fusionen mit den Abteilungen Hohentengen und Lienheim zu prüfen.

Fuhrpark und technische Ausstattung der Feuerwehr sind auf einem guten Niveau. „In Hohentengen und Lienheim haben sie tolle, zweckmäßige Feuerwehrhäuser“, lobte Habeth. Defizite wurden bei den kleineren Gebäuden ausgemacht.

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Insgesamt, und da waren sich die Fraktionen einig, sei die Freiwillige Feuerwehr gut aufgestellt und man werde sie auch weiterhin mit allem Nötigen unterstützen. Ein besonderer Dank ging an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute für ihre Einsatzbereitschaft und professionelle Hilfe im Ernstfall. Lob gab es für Patrik Habeth für die übersichtliche und aufschlussreiche Darstellung des 180-seitigen Werkes und die Mitwirkung der Feuerwehrausschussmitglieder und Gemeindeverwaltung daran. Der Plan wurde einstimmig befürwortet.