Die Sommerferien nähern sich dem Ende und mit ihnen geht auch der beliebte Hohentengener Ferienspaß zu Ende. Die 20 Aktivitäten, von Bastelangeboten über Natur erleben und Sport treiben bis zum Erste-Hilfe-Kurs, kamen überaus gut an und sie waren fast alle ausgebucht. 72 Kinder und Jugendliche nahmen teil. Den Abschluss machte wie jedes Jahr der Waldforschertag mit dem Förster.

„Obwohl die Kurse dieses Jahr unter Coronabedingungen stattfinden und kurzfristig organisiert werden mussten, ist es sehr gut gelaufen. Die Rückmeldungen von den Teilnehmern und Anbietern war durchweg positiv“, freut sich Organisatorin Sandra Kaiser, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Schule, dass alles geklappt hat. Unterstützt wurde sie bei der Erarbeitung des Hygienekonzepts von Vorstandsmitglied Frank Martin. „Es ist immer toll für die Kinder und auch die Kursleiter sind mit viel Spaß dabei“, hat sie festgestellt. „Der Ferienspaß ist ein Dauerbrenner und wird sicher auch nächstes Jahr wieder stattfinden.“

Im frisch geschlagenen Holz war der winzige Übeltäter noch unter der Rinde zu finden: Der Borkenkäfer macht den Wäldern schwer zu schaffen. Förster Michael Albrecht erklärt den Ferienspaßkindern, warum und wie er so großen Schaden anrichtet.
Im frisch geschlagenen Holz war der winzige Übeltäter noch unter der Rinde zu finden: Der Borkenkäfer macht den Wäldern schwer zu schaffen. Förster Michael Albrecht erklärt den Ferienspaßkindern, warum und wie er so großen Schaden anrichtet. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Bis auf einen Kurs waren alle 20 Angebote ausgebucht, manches Angebot wurde kurzerhand verdoppelt. Besonders die Aktivitäten draußen waren stark nachgefragt. Immer beliebt ist der Waldforschertag mit Förster Michael Albrecht. Dieses Jahr wurde er bei der Betreuung von Nicole Pilss unterstützt. Erstmals ging es in den Lienheimer Wald, der mit seinen vielen Laubbäumen ein völlig anderes Waldbild als der Hohentengener Wald abgibt.

Was ist ein Ster und was ein Festmeter? Und was bedeuten die Zeichen auf dem Holzstapel? Förster Michael Albrecht beantwortete gerne die vielen Fragen der Ferienspaßkinder.
Was ist ein Ster und was ein Festmeter? Und was bedeuten die Zeichen auf dem Holzstapel? Förster Michael Albrecht beantwortete gerne die vielen Fragen der Ferienspaßkinder. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Die Kinder erfuhren, wofür welche Holzart besonders geeignet ist, warum die Bäume mit einem, zwei oder drei Querstrichen markiert sind, dass die Hainbuche mit der Birke verwandt ist und warum eine hochgewachsene Elsbeere der Lieblingsbaum des Försters ist: Sie wächst sehr, sehr langsam und hat sich hier prächtig entwickelt, erklärte Michael Albrecht.

Hier im Lenkenhaus im Lienheimer Wald war beim Kahlschlag der Vollernter im Einsatz. Warum er vor Ort war, wie er arbeitet, was mit dem Holz passiert und wie neue Bäume nachwachsen können, das und vieles mehr erklärte Förster Michael Albrecht den interessierten Waldforschern beim Ferienspaß.
Hier im Lenkenhaus im Lienheimer Wald war beim Kahlschlag der Vollernter im Einsatz. Warum er vor Ort war, wie er arbeitet, was mit dem Holz passiert und wie neue Bäume nachwachsen können, das und vieles mehr erklärte Förster Michael Albrecht den interessierten Waldforschern beim Ferienspaß. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Tierspuren gab es zu entdecken, Bäume, Gräser, Blumen und Farne zu bestimmen. Auf einer Kahlfläche im Lenkenhau wurden junge Pflänzchen gesucht und erklärt, warum sie es wegen Brombeere und Sikawild so schwer haben, aufzuwachsen.

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Erstaunlich war für die Erwachsenen, was die zehn jungen Forscher schon alles wussten. Und sie hatten auch noch viele weitere Fragen, die der Förster fachmännisch, geduldig und manchmal augenzwinkernd beantwortete. Zum Abschluss der dreistündigen Exkursion vergnügten sich die Teilnehmer bei Spiel und Spaß.