Als Jagdvorstand legt die Gemeinde jährlich die Abschussquoten für Sikawild im Hohentengener Wald fest, um die Schäden im Wald durch Verbiss und Schälen an Baumstämmen zu begrenzen. 2020/21 wurde mehr Wild geschossen als es die Quote verlangte. Für 2021/22 wurde die Anzahl von 102 auf 107 leicht erhöht.

Die Jäger

Drei der fünf Jagdbezirke in der Gemeinde Hohentengen haben den Abschussplan übererfüllt, ein Jagdbezirk genau die festgelegte Anzahl Sikawild erlegt, ein Bezirk blieb unter der festgelegten Zahl. „Hier teilen sich drei Jagdpächter das Revier. Ein Jäger hat nicht mitgezogen“, erläuterte Bürgermeister Martin Benz. Statt 23 wurden nur 18 Tiere erlegt. Das müsse im neuen Jahr nachgeholt werden.

Die Zahlen

2020 wurden 120 Tiere erlegt, der Abschussplan sah 102 Tiere vor (das sind 18 zu viel). Ob sich der Bestand erhöht habe, wollte Richard Wagner (CDU) wissen. „An den Wildschäden ist zu erkennen, dass es keine Abnahme gibt. Der Wilddruck ist nach wie vor ungebremst“, erklärte der Bürgermeister. Peter Schanz (Grüne) stellte die Frage, ob angesichts dessen nicht die Zahlen erhöht werden sollten. Im Bereich Bergöschingen seien Rudel mit 60 bis 70 Tieren anzutreffen. Da der Waldbestand stark abgenommen habe und die Tiere an den noch gesunden Bestand gehen werden, sei dies zu überlegen, so auch Ulrike Gabrin (SPD).

Absprachen

Bürgermeister Martin Benz erläuterte, dass die Zahlen mit dem Forst und den Jägern abgestimmt seien und anhand des Schadensbildes festgelegt werden. „Bis auf einen Pächter haben sich alle an die Verabredungen gehalten.“ Sollte der Jungaufwuchs der Bäume nicht mehr hochkommen, sei das ein Zeichen für eine Erhöhung. Klar sei, dass für den Waldaufwuchs Schutzmaßnahmen getroffen werden müssten, die von den Jagdpächtern ersetzt werden. Eine Erhöhung der Abschusszahl sei mit Jägern und Forst abzusprechen, hier sei man im Gespräch. Dem Vorschlag, den Plan für das Jagdjahr 2021/22 auf 107 Tiere zu erhöhen (plus fünf im Bezirk Bergöschingen), stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.