439.500 Euro kommen dabei durch Mehrleistungen, 360.500 Euro durch Preissteigerungen zum Tragen. Dennoch läge das Projekt Pfarrwiese mit 2.768 Euro Investitionskosten pro Quadratmeter Hauptnutzfläche günstig. Dem Nachtragshaushalt für den Eigenbetrieb Gemeindeentwicklung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Oktober 2017 war man von Kosten von 6.017.000 Euro ausgegangen für das Projekt mit zwei ambulanten Pflegewohngruppen, drei Arztpraxen und neun Mietwohnungen, erläuterte Bürgermeister Martin Benz die Zahlen. Mehrfache Umplanungen wurden im Gemeinderat diskutiert, so dass sich die Hauptnutzfläche um 53 Quadratmeter erhöhte, was Zusatzkosten von 130.500 Euro mit sich brachte. Die Felssprengungsarbeiten für die Tiefgarage lagen um 120.000 Euro höher; die aufwändigere Außenanlage brachte Mehrkosten von 54.000 Euro. Für Brandschutzauflagen mussten 85.000 Euro mehr aufgewendet werden, insbesondere für ein zusätzliches Fluchttreppenhaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Möblierung der Wohngemeinschaften schlug mit 50.000 Euro mehr als kalkuliert zu Buche. Insgesamt waren es Mehrkosten von 439.500 Euro. Seit 2017 seien aufgrund der Hochkonjunktur die Preise kontinuierlich gestiegen. Der Preisanstieg mache in drei Jahren in etwa fünf Prozent der ursprünglichen Summe aus. Die Ausschreibungen erbrachten daher 360.500 Euro an Mehrkosten, so Benz. Trotz teurer 36 Tiefgaragenplätze, aufwändiger Ausstattung der Pflegewohnungen und Außenanlage und höherer Erstellungskosten für Arztpraxen lägen die Investitionen pro Quadratmeter Hauptnutzfläche bei günstigen 2.768 Euro.

Nachfinanzierung über Kredit

„Es sind keine frohen Botschaften, die ich zu verkünden habe, aber es ist finanziell tragbar“, fasste der Bürgermeister zusammen. Die Nachfinanzierung soll über einen Kredit in Höhe von 580.000 Euro und eine Erhöhung des Stammkapitals des Eigenbetriebs Gemeindeentwicklung mit Mitteln des Gemeindehaushalts in Höhe von 265.000 Euro, die zurückzuzahlen sind, erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Ich fühle mich verantwortlich dafür“, bedauerte Architekt und Gemeinderat Peter Schanz (Grüne) die Situation. „Die Situation ist seit der Entwicklung des Projektes 2014 nach und nach so entstanden. Es gab sehr viele Umplanungen, die ich zu wenig hoch eingeschätzt habe. Dennoch liegen die Kosten pro Quadratmeter immer noch günstig.“

Blick in den Innenhof des Gebäudekomplexes soziales Projekt Pfarrwiese. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sind die beiden ambulant betreuten Pflegewohngemeinschaft gelegen, darüber werden auf zwei Stockwerken Wohnungen vermietet.
Blick in den Innenhof des Gebäudekomplexes soziales Projekt Pfarrwiese. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sind die beiden ambulant betreuten Pflegewohngemeinschaft gelegen, darüber werden auf zwei Stockwerken Wohnungen vermietet. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Da die Kostensteigerungen nachvollziehbar seien, stimmte der Gemeinderat einstimmig der Erhöhung des Stammkapitals um 265.000 Euro und dem von Eigenbetriebsleiterin Yvonne Vollmer vorgelegten Nachtragshaushalt mit einer zusätzlichen Kreditaufnahme von 580.000 Euro zu.